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	<title>Pro-Konzil &#187; admin</title>
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	<description>Das II. Vatikanum vorwärtstreiben</description>
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		<title>Der neue Papst &#8211; Jon Sobrino</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Apr 2013 13:41:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kirche u. Konzil]]></category>

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		<description><![CDATA[Seitdem der neue Papst verkündet wurde, fragten mich Journalisten, wie ich darüber denke. Für eine seriöse Antwort musste ich einige Tage und Wochen abwarten. Aber weil sie so hartnäckig darauf bestanden, biete ich hier einige Überlegungen an, die vielleicht nützlich sein können.

Vier Aspekte sind mir dazu in den Sinn gekommen: 1. Die medienwirksame Folklore, 2. Was man wissen muss, 3. Reflexionen über das Ereignis und 4. Ob und worauf es uns verpflichtet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;"><a href="http://www.pro-konzil.de/wp-content/uploads/2013/04/Jon-Sobrino.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1705" title="Jon-Sobrino" src="http://www.pro-konzil.de/wp-content/uploads/2013/04/Jon-Sobrino-300x201.jpg" alt="" width="149" height="101" /></a>Seitdem der neue Papst verkündet wurde, fragten mich Journalisten, wie ich darüber denke. Für eine seriöse Antwort musste ich einige Tage und Wochen abwarten. Aber weil sie so hartnäckig darauf bestanden, biete ich hier einige Überlegungen an, die vielleicht nützlich sein können. </span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Vier Aspekte sind mir dazu in den Sinn gekommen: 1. Die medienwirksame Folklore, 2. Was man wissen muss, 3. Reflexionen über das Ereignis und 4. Ob und worauf es uns verpflichtet.</span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>1. Medienwirksame Folklore </strong></span></span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Der Petersplatz war überfüllt mit Menschen aller Rassen und Hautfarben, mit vielfarbigen Fahnen, mit erwartungsvoll lächelnden Gesichtern. Die Fassade der Peterskirche mit kalkulierter Sorgfalt geschmückt. Da waren auch Menschen im Bischofsornat zu sehen und solche, die sich so herausgeputzt hatten, wie man sie im alltäglichen Leben auf den Straßen oder unter Campesinos und Marktfrauen kaum antrifft. Vorherrschend war die Folklore, wenn sich die Gebräuche auf dem Petersplatz etwas anspruchsvoller und vornehmer darstellen als in den Dörfern der spanischen Heimat oder der Kantone in El Salvador. Das machte keinen schlechten Eindruck, aber es sagte auch nichts wirklich Wichtiges zum neuen Papst, welche Hoffnungen und Probleme ihn erwarten, welches Kreuz er zu tragen hätte&#8230;. Wohl aber schockierte die Kluft zwischen dem zur Schau gestellten Prunk und der Einfachheit Jesu. Und man ahnte das Gehabe der Organisatoren: &#8220;Es läuft gut&#8230;&#8221;. Wenn zur perfekten Darstellung noch der Machtanspruch hinzukommt, kann ich das nur noch als Vergötterungspastoral bezeichnen.</span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Jorge Mario Bergoglio hieß der Name des neuen Papstes. Für Uneingeweihte kam die Nachricht völlig überraschend. Etwas ganz Neues. Der Papst ist Argentinier, der erste Papst aus diesem Land. Er ist Jesuit, der erste Papst des Ordens. Beides lässt sich banalisieren, wie einige Medien es tun. Deshalb muss man genau hinschauen. Messi ist Argentinier, aber nicht alle Argentinier sind Stars. Pedro Arrupe war Jesuit, aber &#8211; jetzt wirds ernst &#8211; wir Jesuiten sind nicht alle wie er. In die Sparte &#8220;Folklore&#8221; gehören auch die etwas phantasie- und geistlosen Titel &#8220;Argentinier und Jesuit&#8221;. Hatte man nichts Anderes zu berichten? Folkloristische und mediale Momente sind schnell verflogen. Traurig wirds dann, wenn man absichtlich daran festhält oder sie mit bedeutungslosen Zusätzen ausschmückt, ohne zu den wesentlichen Themen zu kommen: Papst, Kirche, Gott und wir. Von den Medienmogulen und von der Toleranz der Zuschauer wird es abhängen, ob sie weiter auf das Folkloristische setzen.</span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Aber etwas war bereits am ersten Tag nicht mehr folkoristisch: die einfache Kleidung des Papstes, das bescheidene Brustkreuz ohne Gold, Silber und Brillanten, seine Verneigung vor dem Volk und seine Bitte ums Gebet vor dem Segen. Kleine, aber deutliche Zeichen. Hoffentlich werden große daraus, an denen man sein Pontifikat erkennt. Seine Einfachheit und Bescheidenheit waren nicht zu übersehen.</span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>2. Erforderliches Wissen </strong></span></span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Ohne etwas von ihm zu wissen, ist es schwierig, über den neuen Papst zu sprechen. Aber es ist auch nicht einfach, in kurzer Zeit etwas zu erfahren. Ich weiß nichts genaues über das Leben, die Arbeit, über Freud und Leid von Bergoglio. Ich verwende ein paar persönliche Informationen. Um nicht verantwortungslos daher zu reden, habe ich mich darum bemüht, vor allem mit Menschen aus Argentinien zu sprechen, die selbst mit ihm Kontakt hatten, Aber ich werde sie nicht zitieren. Ich bitte um Verständnis, dass nur dürftig ist, was ich in diesem Abschnitt sagen werde. Und bitte um Entschuldigung, wenn ich etwas Falsches sage. Bergoglio hat als Jesuit wichtige Ämter in der argentinischen Jesuiten-Provinz bekleidet. Er war Theologieprofessor, Superior und Provinzial. Von seinen Aufgabengebieten zu sprechen, ist nicht schwierig. Aber wie er sie wahrgenommen hat, davon kann man nur mit Feingefühl und jetzt mit Respekt und Verantwortlichkeit reden. Viele Freunde erinnern sich an ihn als einen Menschen mit festen Überzeugungen und starkem Temperament, mit unermüdlichen und engagiertem Einsatz. &#8220;Wenn sie ihn zum Papst machen, soll er wohl mit dem Besen durch die Kurie fahren&#8221;, hat man humorvoll gesagt. Manche erinnern sich auch an sein überstarkes Interesse, seine Überzeugungen zum Jesuitenorden anderen beizubringen; das Interesse konnte sogar zur sturen Forderung nach Loyalität seiner Person gegenüber werden. Viele denken an seinen einfachen Lebensstil als Jesuit, Erzbischof und Kardinal. Beweis dafür ist seine Wohnung und sein sprichwörtliches Reisen im Bus.</span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Viele seiner Priester erinnern an seine Nähe als Bischof; dass er ihnen anbot, sie in der Pfarrei zu ersetzen, wenn sie einmal eine Ruhepause brauchten. Der einfache Lebensstil und ein reales Interesse für die Armen, für Bedürftige, für bedrängte Gewerkschaftler gehörten für ihn zusammen. Er hat solche Menschen auch unmissverständlich gegenüber den verschiedenen Regierungen in Schutz genommen. Moralthemen beschäftigten ihn sehr, insbesondere die Abtreibung. Deswegen scheute er sogar den direkten Konflikt mit dem Präsidenten nicht. Zur Zeit der Repression durch die kriminelle Militärdiktatur trat er aber nicht so aktiv mit dem Mut zum Risiko zum Schutz der Armen auf. Dass die kirchliche Hierarchie Komplizin der Diktatoren war, ist bekannt. Bergoglio war Superior der Jesuiten in Argentinien von 1973 bis 1979, also in den Jahren der schlimmsten Repression und des zivil-militärischen Völkermords. Man kann wohl nicht von Komplizenschaft sprechen, aber es scheint wohl korrekt zu sein, wenn man sagt, dass Bergoglio sich unter diesen Umständen nicht hinter die Kirche der kleinen Leute gestellt hat, die sich an der Seite der Armen engagierte. Er war kein Romero. Aber ich weiß darüber nicht genug, so dass ich fürchte, etwas Falsches zu sagen. Bergoglio verhielt sich nicht so wie der argentinische Bischof Angelelli, der 1976 von den Militärs ermordet wurde. Möglicherweise hat er die lebendige Erinnerung an Leonidas Proaño, Bischof Juan Gerardi, Sergio Mendez in sich getragen, aber er gab sie nicht nach außen zu erkennen&#8230;</span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Andererseits hat er sich als Erzbischof von Buenos Aires seit 1998 auf verschiedene Weise und durch konkretes Tun an die Seite von Leuten gestellt, die schlecht behandelt wurden. Ein Augenzeuge erzählt, dass Bergoglio bei der Messe zum Jahresgedenken an die Tragödie von Cromagnon anwesend war &#8211; ein Brand bei einem Rockkonzert hatte 200 Jugendlichen das Leben gekostet &#8211; und nachdrücklich Gerechtigkeit für die Opfer forderte. Manchmal verwendete er eine prophetische Sprache. Er denunzierte die Missstände, die &#8220;die kleinen Leute mit Haut und Haar zermalmen&#8221;, und nannte sie beim Namen: Misshandlung von Menschen, Sklavenarbeit, Prostitution, Drogenhandel und viele andere. Manche glauben, dass Bergoglios stärkste Begabung und größte Kraft für die Ausübung des Papstamtes darin besteht, dass er ein Mensch ist, der aus der Erfahrung von Leid das Gespräch mit marginalisierten Menschen sucht. Er war mit Entschiedenheit dabei, wenn kirchliche Prozesse an den Rand der Kirche führten oder am Rande der Legalität stattfanden. Sinnfällige Beispiele dafür sind die Vikarie für die Pastoralen Mitarbeiter in den Elendsvierteln und seine Unterstützung für Priester, die ohne Anstellung nicht wussten wohin.</span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>3. Reflexion </strong></span></span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Was den Papst Franziskus erwartet, weiß nur Gott. Der neue Papst wird wohl genau bedacht haben, was ihn erwarten kann und was er tun müsste, könnte oder möchte. Hier erwähne ich jetzt nur einige Aufgaben, die uns in El Salvador wichtig erscheinen und die für alle in der Kirche wichtig sein können. Auch wir selbst müssen daran mitarbeiten, aber der Papst hat eine größere Verantwortung und &#8211; hoffentlich &#8211; mehr Mittel zur Verfügung. </span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Die erste Aufgabe &#8211; die bedeutendste aller Utopien &#8211; besteht darin, die Utopie von Papst Johannes XXIII. Wirklichkeit werden zu lassen: &#8220;Die Kirche ist vornehmlich die Kirche der Armen&#8221;. In der Aula des II. Vatikanischen Konzils hatte er damit keinen Erfolg, so dass ca. 40 Bischöfe sich außerhalb der Aula versammelten und in den Domitilla-Katakomben ein Manifest unterzeichneten, das man den &#8220;Katakombenpakt&#8221; genannt hat. Viele sagen, Bergoglio sei besonders sensibel für die Armen. Hoffentlich ist er sich im Klaren darüber, die Kirche der Armen Wirklichkeit werden zu lassen und Schluss zu machen mit der reichen Kirche der Bürgerlichen und Reichen. An Gegnerschaft wird es nicht fehlen, das haben ja auch nach Medellín viele Bischöfe erfahren müssen, die die Armen in die Mitte der Kirche rückten. Die Gegner saßen in den Ordinariaten und in der Kurie der Kirche, aber besonders machtvoll auch in den Finanz- und Machtzentren. Sie haben tausende von Christinnen  und Christen umgebracht. Hoffentlich schrickt Papst Franziskus nicht zurück vor einer Kirche der Verfolgten und der Märtyrer, wie es die Kirchen von Bischof Romero und Bischof Gerardi waren. Hoffentlich verkündet er laut, dass die Märtyrer, konkret auch die Märtyrer aus Gründen der Gerechtigkeit, &#8211; ob er sie nun heilig spricht oder nicht &#8211; zum Besten gehören, was wir in der Kirche haben. Durch sie wird die Kirche Jesus von Nazareth ähnlich.</span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Dafür ist nicht entscheidend, dass er Bischof Romero heilig spricht, auch wenn das ein gutes Zeichen wäre. Und wenn der Papst mal menschliche Schwäche zeigt, dann soll es doch bitte diese sein: dass er auf sein lateinamerikanisches Vaterland stolz ist, auf ein Vaterland voller Leid und voller Hoffnung, den Märtyrertod gestorben und doch immer wieder auferstanden. Und dann soll er doch auch stolz sein auf die gesamte Generation von Bischöfen: Leonidas Proaño, Helder Camara, Aloysius Lorscheider, Samuel Ruiz&#8230;. Sie wurden keine Päpste, die meisten von ihnen nicht einmal Kardinäle, aber von ihnen leben wir.</span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Die zweite Aufgabe bezieht sich auf den Problemkomplex innerhalb der kirchlichen Organisation, der dringlich gelöst werden muss:</span></p>
<ol>
<li><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">die 	Kurienreform in Rom ist höchst dringlich;</span></li>
<li><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">die 	Mitarbeiter dort sollten vor allem Laien sein;</span></li>
<li><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Rom 	soll den Ortskirchen die Wahl ihrer Bischöfe überlassen;</span></li>
<li><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">alle 	Symbole von weltlicher Macht und Würde sollen aus der Umgebung des 	Papstes verschwinden und der Nachfolger Petri darf kein Staatschef 	mehr sein, weil das eine Blamage für Jesus ist,</span></li>
<li><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Rom 	und die gesamte Kirche sollte die Spaltung der christlichen Kirchen 	als eine Gotteslästerung empfinden.</span></li>
<li><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Rom 	sollte die Lage der Katholiken klären, deren erste Ehe gescheitert 	ist und die wieder verheiratet sind.</span></li>
<li><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Rom 	soll den Pflichtzölibat überdenken.</span></li>
</ol>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Und drei weitere Probleme:</span></p>
<ol>
<li><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Ein 	für allemal muss die unerträgliche Lage der Frauen in der Kirche 	geregelt werden.</span></li>
<li><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Aufhören 	muss die Geringschätzung, ja Missachtung der Indígena-Kultur, der 	Mapuches in Südamerika und aller, die der Papst bei seinen Reisen 	in Afrika, Asien und Lateinamerika kennen lernen wird.</span></li>
<li><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Wir 	müssen es lernen, die Mutter Erde zu lieben.</span></li>
</ol>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>4. Verpflichtungen </strong></span></span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Der neue Papst auf dem Balkon an St. Peter und die Millionen auf dem Petersplatz sollten kein Schauspiel aufführen: Der Papst als einziger Akteur und die vielen Gläubigen als Zuschauer mit Eintrittskarten. Zum Schluss noch einmal die Gedanken, die ich nach dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. aufgeschrieben hatte. Es ist zwar utopisch, aber daran könnte man arbeiten. Sicherlich ist der exquisite Petersplatz, den ich am Anfang beschrieben habe, nicht der am besten geeignete Ort für die christliche Utopie. Das wäre vielmehr die Krippe von Bethlehem, das Haus der Armen. Aber wo auch immer, ich hoffe, wir werden uns gegenseitig animieren, das Folgende zu tun:</span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;">Den Papst zu entmystifizieren und zu humanisieren, kostet. Zu glauben, dass er wie wir ist, kostet. Aber es wäre gut, uns mit unseren Möglichkeiten dafür einzusetzen, dass ein Mensch gewählt würde, der nicht nur zu pastoraler Amtsführung begabt ist, sondern auch Jesus ähnlich ist und uns ermuntert, Jesus ähnlich zu werden, und dem wir in aller Bescheidenheit behilflich sind, Jesus ähnlich zu werden. Darum bitten wir Papst Franziskus heute und bieten es ihm zugleich an. </span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Übersetzung aus dem Spanischen: Norbert Arntz</span></span></p>
<p><span style="font-family: Calibri,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Quelle: </span></span>http://www.redescristianas.net/2013/04/03/el-nuevo-papa-reflexionesjon-sobrino-teologo/</p>
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		<item>
		<title>Kirche – heraus an die Peripherien! &#8211; Rede Bergoglios an die Versammlung der Kardinäle, Rom 9. März 2013</title>
		<link>http://www.pro-konzil.de/?p=1697</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Mar 2013 16:33:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[news]]></category>

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		<description><![CDATA[Der kubanische Kardinal Jaime Ortega hat das Manuskript der Rede veröffentlicht, die Kardinal Jorge M. Bergoglio während einer der Generalkongregationen im Vor-Konklave gehalten hat und die vermutlich mitentscheidend war für seine Wahl zum Papst. Kardinal Ortega versichert, der Papst habe ihn zu dieser Veröffentlichung autorisiert. Wir veröffentlichen eine eigene Übersetzung:  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der kubanische Kardinal Jaime Ortega hat das Manuskript der Rede veröffentlicht, die Kardinal Jorge M. Bergoglio während einer der Generalkongregationen im Vor-Konklave gehalten hat und die vermutlich mitentscheidend war für seine Wahl zum Papst. Kardinal Ortega versichert, der Papst habe ihn zu dieser Veröffentlichung autorisiert. Der spanische Wortlaut des Textes findet sich hier: <a href="http://www.valoresreligiosos.com.ar/ver_nota.asp?Id=33864   " target="_blank">klick<br />
</a></p>
<p><a href="http://www.valoresreligiosos.com.ar/ver_nota.asp?Id=33864   " target="_blank"> </a></p>
<p><em>Über die Evangelisierung ist bereits gesprochen worden.<br />
Die Kirche ist dazu da zu evangelisieren.</em></p>
<ul>
<li>„Die innige und tröstliche Freude der Verkündigung des Evangeliums“<br />
(Paul VI. – Anm. d. Übers. EN 80)</li>
</ul>
<p><em> </em></p>
<ul>
<li><em>Jesus Christus selbst drängt uns innerlich dazu.
<p></em></li>
<li><em>1. </em><em>Evangelisieren hat apostolische Leidenschaft zur Voraussetzung.<br />
Evangelisieren setzt voraus, dass die Kirche freimütig aus sich selbst herausgeht. Die Kirche ist dazu aufgerufen, aus sich selber heraus und an die Peripherien zu gehen, nicht nur an die geographischen, sondern auch an die existentiellen Peripherien: jene des Mysteriums der Sünde, des Leidens, der Ungerechtigkeit, der Unkenntnis bzw. der Missachtung des Glaubens, an die Peripherie des Denkens und allen Elends.</p>
<p></em></li>
<li><em>2. </em><em>Wenn die Kirche nicht aus sich selbst herausgeht, um zu evangelisieren, bleibt sie nur bei sich selbst und wird krank (vgl. die gekrümmte Frau im Evangelium – Anm d. Übers.: Lk 13,10 ff.). Die Missstände, die sich im Laufe der Zeit in den Institutionen der Kirche gezeigt haben, haben ihren Grund in dieser Selbstbezüglichkeit, in einer Art theologischem Narzissmus.<br />
In der Apokalypse sagt Jesus, er stehe vor der Tür und klopfe an. Offensichtlich bezieht sich der Text darauf, dass er von außen an die Tür klopft, damit er hineinkommen kann….. Aber ich denke jetzt an jene Momente, in denen Jesus von innen klopft, damit wir ihn hinausgehen lassen. Die selbstreferentielle Kirche will Jesus in ihren eigenen Reihen festhalten und nicht hinausgehen lassen.</p>
<p></em></li>
<li><em>3. </em><em>Wenn die Kirche auf sich selbst bezogen ist, ohne es zu bemerken, glaubt sie, sie selbst besäße das Licht; dann verliert sie ihr „mysterium lunae“ und verfällt der so schrecklichen Misere spiritueller Weltlichkeit (Für de Lubac ist sie die schlimmste Misere, die in der Kirche zum Vorschein kommen kann), jenem Lebensstil, bei dem man sich nur gegenseitig Ehre erweist.<br />
Um es vereinfacht zu sagen: Es gibt zwei Ansichten von der Kirche: die evangelisierende Kirche, die aus sich herausgeht „Gottes Wort voll Ehrfurcht hörend und voll Zuversicht verkündigend“ (Dei Verbum religiose audiens et fidenter proclamans“ DV 1) und die verweltlichte Kirche, die in sich, aus sich und für sich selber lebt.<br />
Diese Erkenntnis kann uns die Augen öffnen für mögliche Veränderungen und Reformen, die notwendig sind, um die Seelen zu retten.<br />
</em></li>
</ul>
<ul>
<li><em>4. </em><em>Der nächste Papst sollte ein Mensch sein, der von der Kontemplation Jesu Christi und von der Anbetung Jesu Christi aus der Kirche hilft, aus sich heraus und an die existentiellen Peripherien zu gehen; der der Kirche hilft, eine segensreiche Mutter zu sein und „</em><em>die innige und tröstliche Freude der Verkündigung des Evangeliums“ zu erfahren. </em></li>
</ul>
<p>Übersetzung aus dem Spanischen: Norbert Arntz</p>
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		<title>Franziskus aus Buenos Aires auf dem Petersplatz – Palmsonntag, 24.03. 2013: Gedenktag der Ermordung von Oscar Romero</title>
		<link>http://www.pro-konzil.de/?p=1694</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Mar 2013 15:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[news]]></category>

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		<description><![CDATA[im weißen Gewand des Papstes, wenigstens nicht in der "Karnevaliade", wie er selbst gesagt haben soll –

Mit ihm auf dem Petersplatz sehe ich Franz von Assisi in seinem rauhen Sackgewand mit seiner Schwester Armut, um das Gewissen aller wachzurütteln, ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">im weißen Gewand des Papstes, wenigstens nicht in der &#8220;Karnevaliade&#8221;, wie er selbst gesagt haben soll – </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Mit ihm auf dem Petersplatz sehe ich Franz von Assisi in seinem rauhen Sackgewand mit seiner Schwester Armut, um das Gewissen aller wachzurütteln, </span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: Arial,sans-serif;">aller 	die Franziskus gewählt haben, </span></li>
<li><span style="font-family: Arial,sans-serif;">aber 	auch aller, die Zuschauer waren, auf dem Platz und vor den 	Fernsehern, als der weiße Rauch aufstieg. </span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Mit ihm auf dem Petersplatz</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"> sehe ich Bartolomé de Las Casas, den bekehrten Conquistador, der den Globalisierungskritiker Bergoglio mit seiner Predigt zum Gerichtsgleichnis Mt. 25, 31-46 unterstützt, indem er fragt: „ Wenn der Herr schon warnt, dass jener im ewigen Feuer landet, dem der Herr sagen muss: ‚ich war hungrig und du hast mir nicht zu essen gegeben….‘! An welcher Stelle des ewigen Feuers wird der zu finden sein, dem er sagen muss: ‚Ich hatte zu essen, und du hast mich hungrig gemacht; ich hatte eine Wohnung, und du hast mich obdachlos gemacht!….‘“</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Mit ihm auf dem Petersplatz sehe Charles de Foucauld mit den vielen „kleinen Schwestern und Brüdern Jesu“, mit dem offenen Herzen für alle, die halfen, Gott in einer fremden Religion zu entdecken, mit denen er &#8220;das Evangelium vom Leben&#8221; teilte und die er nie zu bekehren suchte. Seine „kleinen Schwestern und Brüder“ tun es heute in den Armenvierteln oder den Indígena-Gemeinden.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Mit ihm auf dem Petersplatz sehe ich Johannes XXIII., der daran erinnert, dass die Kirche nur dann die Kirche aller ist, wenn sie „vornehmlich die Kirche der Armen“ ist!</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Mit ihm auf dem Petersplatz sehe sich Bischof Oscar Romero und höre, wie er sagt: „</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Der schlimmste Angriff auf Gott, der schlimmste Säkularismus besteht darin, dass man die Kinder Gottes, die Tempel des Heiligen Geistes, den geschichtlichen Leib Christi zu Opfern von Unterdrückung und Ungerechtigkeit macht, zu Sklaven wirtschaftlichen Strebens, zu Leidtragenden politischer Gewaltherrschaft.“</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"> </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Mit ihm auf dem Petersplatz sehe ich Bischof Leonidas Proaño, den Bischof der Indios, in seinem Poncho, der die Kirche daran erinnert, dass alle, von denen man einmal geglaubt hat, sie hätten keine Seele, Menschen mit Rechten sind, Völker mit Rechten und mit einer eigenen Spiritualität. Diese Spiritualität kann dazu dienen, die &#8220;Mutter Erde&#8221;, das gefährdete gemeinsame Haus der Schöpfung zu bewahren.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><br />
</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Mit ihm auf dem Petersplatz sehe ich sie alle, die „Kirchenväter Lateinamerikas“, die auch den Katakombenpakt „für eine dienende und arme Kirche“ unterzeichnen: </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Dom Helder Camara, der den Bruch mit dem konstantinischen Kirchenmodell fordert: „</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><em>So wie in der Stunde der Vorsehung der Papst durch Gott von seinen Päpstlichen Staaten befreit wurde (und Pius IX und die Katholiken der ganzen Welt haben das damals nicht verstanden), so wird auch der Tag kommen, an dem Gott, unser Vater, den Stellvertreter Christi vom Luxus des Vatikans befreien wird.“ </em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Ich sehe Don Sergio Mendez Arceo, der eine weitherzige Solidarität lebte, ohne religiöse oder ideologische Grenzen zu akzeptieren&#8230; </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Ich sehe Don Antonio Fragoso, der die Realpräsenz Jesu im Brot der Eucharistie un d die Realpräsenz Jesu im Armen gleichsetzt.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Ich sehe, wie all diese Kirchenväter Papst Franziskus begleiten, wenn er den Vatikan-Palast verlässt und zum UNESCO-Museum macht, um der Menschheit den enormen kulturellen Reichtum zu zeigen, der im Namen Jesu Christi geschaffen wurde.</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><br />
</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Ich sehe, wie Papst Franziskus den Palast verlässt, um &#8211; wie in Buenos Aires &#8211; mit „Müllmenschen“ Kommunion und das Leben zu feiern, das überall neu aufbricht und das zugleich an so vielen Orten bedroht ist; wie er auf dem Karren der „cartoneros“ steht und die Frohe Botschaft verkündet, dass Gott alle Menschen ohne Ausnahme liebt, aber besonders die am meisten Gefährdeten und Verachteten, die Plebejer, wie Paulus sagt.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Der Geist so vieler heiliger Frauen und Männer Gottes aller Orte und aller Zeiten könnte den Petersplatz und die Gemeinden von Christen in aller Welt entzünden für ein neues Pfingsten.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Norbert Arntz, Palmsonntag, 24. März 2013<br />
Gedenktag der Ermordung von Oscar Romero</span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dringende Aufgabe für den neuen Papst: „Die Kirche der Armen“</title>
		<link>http://www.pro-konzil.de/?p=1682</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Mar 2013 09:48:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kirche u. Konzil]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pro-konzil.de/?p=1682</guid>
		<description><![CDATA[José Ignacio Gonzalez Faus, Jesuit und Theologe, Barcelona, Spanien


Beim Thema „Reformen der Kirche“ muss man meiner Meinung nach erstens unterscheiden zwischen Reformen dringender und weniger dringender Art (die durchaus abweichen könnten von unseren eigenen Wünschen). Zweitens müssen wir auch die Reformen, die Zeit (vielleicht viel Zeit) brauchen, von jenen unterscheiden, die unmittelbar anzugehen wären, wenn ein Papst sie nur wollte. In diesem Sinne skizziere ich das folgende Programm.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p lang="es-CR"><span style="color: #333333;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">José Ignacio Gonzalez Faus<br />
Jesuit und Theologe, Barcelona, Spanien</span></span></span></p>
<p><span style="color: #333333;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Skizze für ein Reformprogramm in der katholischen Kirche</strong></span></span></span></p>
<p lang="es-CR">
<p><span style="color: #333333;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Beim Thema „</span></span></span><span style="color: #333333;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Reformen der Kirche</strong></span></span></span><span style="color: #333333;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">“ muss man meiner Meinung nach erstens unterscheiden zwischen Reformen dringender und weniger dringender Art (die durchaus abweichen könnten von unseren eigenen Wünschen). Zweitens müssen wir auch die Reformen, die Zeit (vielleicht viel Zeit) brauchen, von jenen unterscheiden, die unmittelbar anzugehen wären, wenn ein Papst sie nur wollte. In diesem Sinne skizziere ich das folgende Programm.</span></span></span></p>
<ol>
<li><span style="color: #333333;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Die 	dringendste Reform in der Kirche von heute besteht darin, dass die 	Kirche als &#8220;</span></span></span><span style="color: #333333;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Kirche 	der Armen</strong></span></span></span><span style="color: #333333;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">&#8221; 	erkennbar wird (wenngleich auch diese Reform viel Zeit und 	Beständigkeit erfordert). Wenn Gott sich in Jesus als Gott der 	Armen und der Opfer dieser Welt offenbart, dann wird eine Kirche, 	die diese Offenbarung nicht sichtbar werden lässt, Christus immer 	untreu sein. Der neue Papst sollte meiner Meinung nach die (ebenso 	einfache wie unzumutbare) Lehre Jesu „ Man kann nicht Gott und dem 	Geld zugleich dienen“ wiederaufgreifen und den Wirtschaftsmächten 	der Welt ans Herz legen. Zumindest mit dem Ziel, viele Menschen 	wachzurütteln, die angeblich an Gott glauben, aber mit einem Gott 	zu tun haben wollen, der mit dem Glaubensbekenntnis der Welt zur 	Anbetung des Geldes vereinbar ist. Diese Reform wird beständig und 	schwierig sein, wie ich sagte, aber die Kirche muss wissen und darf 	nie vergessen, dass (wie Johannes Paul II sagte) es hier um ihre 	Treue zu Christus geht.</span></span></span></li>
<li><span style="color: #333333;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Zweitens 	ist eine Reform der römischen Kurie höchst dringlich, die das II. 	Vatikanische Konzil so stark einforderte und die von der Kurie immer 	blockiert wurde. In dieser Untreue liegt für mich eine der Wurzeln 	der aktuellen Kirchenkrise. Die Kurie ist nicht der Dachverband der 	Kirche, sondern ein Instrument im Dienst der kirchlichen Autorität. 	Diese aber liegt nicht bei der Kurie, sondern im gesamten 	Apostelkollegium mit Petrus an der Spitze. Im Gegensatz zu dem, was 	ich im voranstehenden Abschnitt sagte, wären hier einige dringliche 	Reformen sofort möglich. Einige will ich nennen:<br />
2.1. Die 	Mitglieder der Kurie sollten keine Bischöfe mehr sein, weil die 	Existenz von Bischöfen ohne Lokalkirchen im Widerspruch zur 	ursprünglichsten Tradition der Kirche steht und bereits im Kanon 6 	des Konzils von Chalcedon kirchliches Gesetz wurde. Die Heuchelei, 	solchen Bischöfen die Titel von nicht existierenden Diözesen zu 	übertragen, macht nur das schlechte Gewissen offensichtlich, mit 	dem man der kirchlichen Tradition hier nicht mehr gehorcht. Mir zur 	Verfügung stehende Informationen gestatten mir zu behaupten, dass 	Benedikt XVI. dies im Sinne hatte, als er den Stuhl Petri bestieg, 	aber von der Kurie daran gehindert wurde.</p>
<p>2.2. Nach dem zuvor 	Gesagten sollte Rom den Ortskirchen die Beteiligung zur Wahl ihrer 	Hirten zurückgeben, und damit eine Tradition befolgen, die das 	erste Jahrtausend bestimmt hatte und die nur unterbrochen wurde, 	weil man die Staatsmacht daran hindern musste, sich in die Ernennung 	von Bischöfen einzumischen.<br />
.<br />
2.3. Und drittens müssen aus 	dem päpstlichen Umfeld alle Symbole weltlicher Macht und Würde 	verschwinden, die Gottes Offenbarung überdecken, die darin besteht, 	dass Gott zugunsten der Menschen auf seine Würde verzichtet. Die 	sogenannten „Kirchenfürsten“-Titel müssten verschwinden, sie 	sind geradezu blasphemisch für eine Institution, die auf Jesus als 	ihren Eckstein gegründet ist. Der Bischof von Rom sollte (zum 	Beispiel) von den Vorsitzenden der verschiedenen 	Bischofskonferenzen, von einer Gruppe von Ordensleuten sowie von 	Laien, von Frauen und Männern gewählt werden. Diese Reform kann 	langsamer umgesetzt werden als die beiden zuvor Genannten. Denn die 	Kommission der Kirchenjuristen, die damit beauftragt werden, dieser 	Reform juristische Gestalt zu geben, kann daran bis zum nächsten 	Konklave arbeiten. Zu den Titeln weltlicher Macht, die mit Christus 	nichts zu tun haben, gehört der des Staatsoberhaupts. Auf diesen 	Titel sollte der Nachfolger des Petrus verzichten, um seinen 	Vorgänger nicht zu beschämen.</p>
<p></span></span></span></li>
<li><span style="color: #333333;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Rom 	und die gesamte Kirche muss die heutige Spaltung der christlichen 	Kirchen, die sich gegen den ausdrücklichen Willen Jesu richtet, für 	eine Brüskierung Gottes halten. Die Zeit für gegenseitige Vorwürfe 	ist vorbei, es ist Zeit für die Einheit. Selbst wenn dies ein 	weiterer Punkt von langer Dauer sein sollte, könnte der nächste 	Papst eine Art ökumenische Synode schaffen (parallel zur heutigen 	Bischofssynode, aber mit mehr Substanz), die regelmäßig alle 	christlichen Kirchen einberufen sollte, damit sie frei die Wege zur 	Einheit behandeln und beraten. Eine Einheit, in der eine hohe Dosis 	Pluralität Platz haben kann, denn die wahre Einheit besteht nicht 	in der einheitlicher Uniformität, sondern in vielfältiger 	Gemeinschaft. Ich habe über eine von Rom geschaffene Synode 	gesprochen, aber ebenso könnte sie vom Ökumenischen Rat der 	Kirchen einberufen werden, wenn sich die katholische Kirche ihm 	anschließt.</span></span></span></li>
<li><span style="color: #333333;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Dies 	sind nach meiner Ansicht die drei dringendsten Reformen. Es gibt 	andere, die in den Medien stärkere Aufmerksamkeit finden. Sie sind 	wichtig, aber vielleicht nicht so dringend. Meiner Meinung nach ist 	es wichtig, die Gründe, die uns dazu bewegen, gut zu belegen. In 	diesen Bemerkungen haben Vorrang für mich jene Anliegen, die 	leichter zu behandeln sind und weniger Zeit benötigen. Ich beziehe 	mich auf die Situation der Katholiken, die in ihrer ersten Ehe 	gescheitert sind und Stabilität in einer zweiten Ehe gefunden 	haben. Möglich und dringlich kann als Lösung gefordert werden, was 	die Ostkirchen als „Disziplin der Barmherzigkeit“ kennen und was 	die katholische Kirche nie zu verurteilen gewagt hat (sie hat sich 	nur darauf beschränkt zu lehren, dass sie „nicht irre“, wenn 	sie diesem Weg nicht folgt). Aber wenn dieses „Nicht irren“ in 	den Tagen von Trient Sinn gehabt haben mag, könnte es unter 	Umständen heute nicht mehr gültig sein. Es geht also überhaupt 	nicht darum, den theologischen Gründen für die Unauflöslichkeit 	der Ehe zu widersprechen. Vielmehr geht es darum, die scharfsinnige 	Beobachtung Pascals ernst zu nehmen: dass eine Wahrheit häretisch 	werden kann, wenn sie keinen Platz mehr lässt für andere 	vielleicht ebenso partielle Wahrheiten, deren partieller Charakter 	sie aber nicht ihres Wahrheitsaspekts beraubt. Die Kirche tut Recht 	daran, zu lehren, dass die Ehe ein Zeichen (Sakrament) der Liebe 	Gottes zur Menschheit ist, und dass diese Liebe unzweifelhaft treu 	und unwiderruflich ist. Aber (dabei lasse ich jetzt die wichtige 	soziologische Betrachtung außer Acht, dass viele, die sich als 	Katholiken bezeichnen, geheiratet haben, ohne ein klares Bewusstsein 	für die Bedeutung dessen gehabt zu haben, was sie zu tun vorhatten) 	wir müssen den biblischen Gedanken wieder in den Mittelpunkt 	rücken, dass diese Liebe Gottes auch dann noch gilt, wenn die Braut 	die Ehe bricht oder untreu geworden ist. Und dass Gott bereit ist, 	der Braut, die ihn verraten hat, zu verzeihen, neu um sie zu werben 	und sie wieder und wieder zu rufen. Die vielen schönen Stellen bei 	den biblischen Propheten zu diesem Punkt bieten ein theologisches 	Fundament für diese „Disziplin der Barmherzigkeit.“</span></span></span></li>
<li><span style="color: #333333;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Immer 	noch mit Blick auf die Ehelehre sollte die kirchliche Autorität 	sich darüber im Klaren sein, dass die Lehre Paul`s VI. in Humanae 	Vitae keine ausreichende Akzeptanz im Volk Gottes gefunden hat, und 	zwar nicht nur bei lauen Christen, sondern bei ernsthaft gläubigen 	Paaren, bei Priestern und sogar bei Bischöfen der Kirche. Nach 	meiner unmaßgeblichen Meinung sollte der neue Papst eine neue 	Kommission – wie die von Paul VI. berufene –  ernennen, um 	diesen Punkt zu untersuchen. Es ist allgemein bekannt, dass die 	damalige Kommission zu 90% der Meinung war, die Lehre der Kirche an 	dieser Stelle zu ändern. Aber die Furcht, dass eine solche Änderung 	das kirchliche Lehramt diskreditieren könnte, hat Paul VI. dazu 	veranlasst, das Urteil der Kommission nicht zu akzeptieren. Fast 50 	Jahre später muss man eindeutig sagen, dass diese unbelehrbare 	Furcht das Lehramt mehr diskreditiert hat, als wenn er die Demut 	besessen hätte, diesen Punkt zu ändern. Außerdem war dies die 	Ursache dafür, dass viele Menschen von der sakramentalen Praxis 	Abstand genommen haben, und dann schließlich auch den Glauben 	hinter sich ließen.</span></span></span></li>
<li><span style="color: #333333;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Die 	Frage des Amtszölibats gehört zu den Punkten, die in den Medien am 	meisten genannt werden. Zwar teile ich in diesem wie im folgenden 	Punkt die erhobenen Forderungen, muss aber hinzufügen, dass ich 	diesen vorletzen Punkt nicht für so entscheidend halte wie die 	ersten beiden Punkte in dieser Liste. Aufgrund meiner Erfahrung muss 	ich sagen, dass ich nicht aus persönlichen Gründen diese Änderung 	fordere, sondern aus Sorge um das bedeutendere Wohl der Kirchen. 	Jede christliche Gemeinde hat ein Recht auf (und den Auftrag zur) 	Feier der Eucharistie. Dieses Rechtes (und Auftrags) darf sie nicht 	beraubt werden durch den Zwang, die kirchliche Disziplin 	aufrechtzuerhalten. Wenn man die heutige Krise der Priesterberufe 	nicht als Zeichen des Heiligen Geistes verstehen will (weil die 	Zeichen der Zeit immer mehrdeutig sind), dann muss man feststellen: 	die Verweigerung der Eucharistie für Millionen von Christen, nur 	aus dem Grund, dass man halsstarrig ein positives Gesetz der Kirche 	nicht verändern will, verfällt der harten Zurechtweisung Jesu: 	„Ihr setzt durch eure eigene Überlieferung Gottes Wort außer 	Kraft.“(vgl. Mk 7,13) Und weil jene, die hartnäckig an dieser 	Position festhalten, in der Regel ebenso gern wortwörtlich die 	Bibel auslegen, können wir ihnen mit dem klassischen Zitat aus 	einem der späten neutestamentlichen Schriften erwidern: „Der 	Bischof soll nur einmal verheiratet sein“ (vgl. 1 Tim, 3,2)&#8230; 	Alles in allem kann ich bedenkenlos akzeptieren, dass diese Reform 	sehr vorsichtig und schrittweise erfolgen sollte, da das Terrain 	sehr glitschig ist, wie jeder erkennt.</span></span></span></li>
<li><span style="color: #333333;"> „<span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;">Last but not least“ 	Den letzten Platz reserviere ich für die Frage der Frauen, nicht 	etwa, weil sie weniger wichtig ist, sondern damit sie nicht zwischen 	all den genannten Punkten verschwindet. Das Thema ist sehr wichtig. 	Darin gibt es Aufgaben, die eher sofort behandelt werden müssen, 	und andere, die langfristiger bearbeitet werden können. Es scheint 	mir unbestreitbar, dass die Situation der Frauen in der Kirche heute 	eine schwere strukturelle Sünde darstellt, die das Gewissen des 	nächsten Papstes aufrütteln sollte. Ich denke jedoch, dass es 	Punkte gibt, die langsam reifen müssen, und dass das Endziel nicht 	das unbestreitbar dringlichste sein muss. Der nächste Papst sollte 	meiner Meinung nach so bald wie möglich den Frauen eine Reihe von 	Zugangswegen eröffnen, die von der Tradition und vom kirchlichen 	Recht nicht verwehrt werden: Diakonissen, Positionen in der 	reformierten Kurie, Beteiligung an der Wahl des Bischofs von Rom &#8230; 	Der Höhepunkt dieser Entwicklung wäre das Amt für Frauen.<br />
Rom 	sollte damit beginnen, nicht mehr zu verbieten, dass man darüber 	redet und das Problem studiert, denn das Verbot bedeutet, den 	einzigen Zugang zu verschließen, auf dem sich die Wahrheit ihren 	Weg bahnen kann. Ich glaube mich zu erinnern, dass bereits im Jahr 	1976 eine weitere Kommission von Theologen und Exegeten über diesen 	Punkt einen Bericht an den Papst verfasste, dessen Schlussfolgerung 	lautete, dass es nach der Bibel keine Argumente gebe, den Zugang von 	Frauen zum kirchlichen Amt zu verweigern. Auch wenn ich persönlich 	diese Ansicht teile, kann ich diejenigen verstehen, die sie nicht 	teilen und an dieser Stelle eine echte Verweigerung aus 	Gewissensgründen verspüren. Dazu gehören alle Ostkirchen, wodurch 	große Schwierigkeiten für die Ökumene entstünden, die für mich 	eine ernste Verpflichtung darstellt.<br />
Deshalb habe ich bereits bei 	anderer Gelegenheit vorgeschlagen, und wiederhole es hier, dass der 	Nachfolger Petri die Kirche (und alle Kirchen) vielleicht zu einer 	Periode des Gebets aufrufen sollte, die möglicherweise sogar ein 	oder zwei Jahre dauern könnte. In dieser Phase würden alle 	Christinnen und Christen in kontemplativen Gemeinschaften, in 	Sonntagsmessen, im persönlichen Gebet &#8230; den Herrn bitten, uns 	erkennen zu lassen, was in diesem Punkt sein Wille ist. Soviel auch 	immer über das Bittgebet debattiert wird, ich gehöre zu denen, die 	glauben, dass das Gebet schließlich erhört wird, wenn wir nur 	darum bitten, dass sein Wille durch uns geschehe, und deutlich 	beweisen, dass wir gewillt sind, ihn zu akzeptieren. Denn ohne uns 	die Freiheit zu nehmen, will Gott unsere Bereitschaft, seinen Willen 	zu tun.</span></span></span></li>
</ol>
<p><span style="color: #333333;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><br />
Unnötig noch einmal zu betonen, dass alles zuvor Gesagte persönliche Meinung ist. Ich akzeptiere, dass einige nicht einverstanden und andere gar verärgert oder irritiert sind. Ich bitte nur darum, dass man mir mit Argumenten begegne, die beweisen, dass das hier Gesagte nicht dem Evangelium entspricht und nicht der Notwendigkeit, als Kirche „Braut Christi ohne Makel und Runzel“ zu werden. Auf den leichtfertigen Vorwurf, das Gesagte stamme aus einem Mangel an Liebe zur Kirche, kann ich nur antworten mit einem Wort, das ich vor Jahren von Ratzinger zunächst gehört und später gelesen habe: &#8220;Was die Kirche heute braucht sind Menschen, die aus Liebe zu ihr ihre Zukunft aufs Spiel setzen, und nicht die Menschen, die die Liebe zur Kirche als Plattform für persönliche Karrierewünsche benutzen.“<br />
Und natürlich behaupte ich nicht, dass durch das Gesagte die Kirche keine Probleme mehr haben wird. Sie würde nur mehr dem Evangelium entsprechen und treuer ihrer Sendung folgen können.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #333333;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Quelle: </span></span></span><span style="color: #0000ff;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.redescristianas.net/2013/03/08/tareas-para-el-proximo-sucesor-de-pedrojose-ignacio-gonzalez-faus-teologo/#more-42688"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">http://www.redescristianas.net/2013/03/08/tareas-para-el-proximo-sucesor-de-pedrojose-ignacio-gonzalez-faus-teologo/#more-42688</span></span></a></span></span></p>
<p><span style="color: #333333;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Übersetzung aus dem Spanischen. Norbert Arntz</span></span></span></p>
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		<title>Der Kollaps seiner Theologie &#8211; eigentlicher Grund seines Rücktritts?</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Mar 2013 09:37:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Leonardo Boff, Theologe und Philosoph

Es ist immer riskant, einen Theologen zum Papst zu machen. Er kann seine persönliche Theologie zur Theologie der Welt-Kirche machen und sie weltweit durchsetzen. Ich vermute, dies ist der Fall bei Benedikt XVI, zunächst als Kardinal und Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre (ex-Inquisition) und später als Papst. Ein solches Vorgehen ist illegitim und verursacht ungerechte Verurteilungen. In der Tat hat Josef Ratzinger mehr als hundert Theologen und Theologinnen verurteilt, weil sie nicht in seine theologische Deutung von Kirche und Welt passten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;">Leonardo Boff, Theologe und Philosoph</span></span></span></strong></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;">Es ist immer riskant, einen Theologen zum Papst zu machen. Er kann seine persönliche Theologie zur Theologie der Welt-Kirche machen und sie weltweit durchsetzen. Ich vermute, dies ist der Fall bei Benedikt XVI, zunächst als Kardinal und Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre (ex-Inquisition) und später als Papst. Ein solches Vorgehen ist illegitim und verursacht ungerechte Verurteilungen. In der Tat hat Josef Ratzinger mehr als hundert Theologen und Theologinnen verurteilt, weil sie nicht in seine theologische Deutung von Kirche und Welt passten.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;">Gesundheitliche Gründe und das Gefühl der Ohnmacht angesichts der tiefen Krise in der Kirche veranlassten ihn zum Rücktritt. Aber das waren nicht die einzigen Gründe. In seiner Rücktritts-Erklärung sagt er, „dass sowohl die Kraft des Körpers als auch die des Geistes … derart… abgenommen hat, dass ich mein Unvermögen erkennen muss, den mir anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen.“ Ich glaube, hinter diesen Worten verbirgt sich ein tieferer Grund für seinen Rücktritt: Er nimmt wahr, dass seine Theologie zusammengebrochen und das Kirchenmodell, das er verwirklichen wollte, gescheitert ist. Eine absolutistische Monarchie ist nicht so absolut, dass sie auch das Beharrungsvermögen altgewordener kurialer Strukturen überwältigen könnte.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;">Die Haupt-Thesen seiner Theologie waren für die Kommunität der Theologen und Theologinnen seit jeher problematisch. Drei dieser Thesen sind schließlich von den Fakten widerlegt worden: dass die Kirche &#8220;eine kleine versöhnte Welt&#8221; darstelle; dass die „Stadt des Menschen“ nur Wert hat vor Gott durch die Vermittlung der „Stadt Gottes“, und dass das berühmte „subsistit“ bedeutet, dass nur in der katholischen Kirche die wahre Kirche Christi „subsistiere“, alle anderen Kirchen aber nicht als Kirchen bezeichnet werden können. Diese enge Sicht einer scharfen Intelligenz, die zugleich Gefangene ihrer selbst bleibt, hatte weder genügend innere Kraft noch gewann sie die erforderliche Zustimmung für die Verwirklichung. Könnte Benedikt dieses Scheitern anerkannt haben und aus Gründen der Integrität zurückgetreten sein? Für diese Hypothese gibt es Gründe.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;">Der emeritierte Papst ließ sich von Augustinus inspirieren und belehren. Darüber habe ich in der Tat einige persönliche Gespräche mit ihm geführt. Von Augustinus übernahm er die grundlegende Perspektive, angefangen mit seiner drittrangigen Erbsündenlehre (die behauptet, die Erbsünde würde durch den Zeugungsakt übermittelt). Diese Lehre macht aus der gesamten Menschheit eine „massa damnata“. Aber in ihr hat Gott durch Christus eine erlösende Zelle ausgespart, die durch die Kirche vertreten wird. Sie ist „die kleine versöhnte Welt“, die den verlorenen Rest der Menschheit vertritt. Sie muss nicht viele Mitglieder haben. Einige wenige genügen, wenn sie nur rein und heilig sind. Ratzinger hat diese Vision verkörpert. Und sie durch folgende Überlegung ergänzt: Christus und die zwölf Apostel haben die Kirche konstituiert. Deshalb ist sie apostolisch. Nur diese kleine Gruppe entscheidet darüber. Alle Jünger, Frauen und die Menge des Volkes, die Jesus gefolgt sind, schließt Ratzinger aus. Sie zählen für ihn nicht. Sie werden durch die Vertretung, die von „der kleinen versöhnten Welt“ übernommen wird, erreicht. Ein solches ekklesiologisches Modell ignoriert die weite, globalisierte Welt. Er wollte also Europa zu „der versöhnten Welt“ machen, um von hier aus die Menschheit zu erobern. Er scheiterte, weil das Projekt von niemandem angenommen und kaum ernstgenommen wurde.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;">Die zweite These stammt auch von Augustinus und seiner Lesart der Geschichte: die Konfrontation zwischen der „Stadt Gottes“ und der „Stadt der Menschen“. In der Stadt Gottes gibt es Gnade und Erlösung: sie ist der einzige Weg zum Heil. Die Stadt der Menschen wird durch menschliche Anstrengung erbaut. Aber weil ihr ganzer Humanismus und all ihre anderen Werte kontaminiert sind, können die Menschen nicht gerettet werden, da sie nicht durch die Vermittlung der Stadt Gottes (die Kirche) hindurchgegangen sind. Die Stadt der Menschen bleibt vom Relativismus geplagt. Folglich hat Kardinal Ratzinger die Befreiungstheologie hart verurteilt, weil es ihr Anliegen ist, dass sich die Armen selbst befreien, dass sie selbst Subjekte ihrer Geschichte werden. Aber weil die Befreiungstheologie sich nicht mit der Stadt Gottes und ihrer Zelle, der Kirche, koordiniert, ist sie minderwertig und sinnlos.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;">Die dritte Hauptthese stellt eine sehr persönliche Interpretation dessen dar, was das II. Vatikanische Konzil über die Kirche Christi sagt. Der erste Entwurf der Kirchenkonstitution sagte, die katholische Kirche </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>ist</strong></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;"> die Kirche Christi. Die am Ökumenismus orientierten Diskussionen führten dazu, dass das „est“ durch „subsistit“ ersetzt wird, um Raum dafür zu lassen, dass auch die anderen christlichen Kirchen auf ihre eigene Weise die Kirche Christi verwirklichen. Diese Interpretation, die ich durch meine eigene Promotion gestützt habe, wurde von Kardinal Ratzinger durch sein berühmtes Dokument „Dominus Jesus“ (2000) ausdrücklich verurteilt. Darin behauptet er, dass das „subsistit“ von „subsistentia“ her stamme, die nur eine einzige sein könne und die es nur in der katholischen Kirche gebe. Die anderen &#8220;Kirchen&#8221; verfügen &#8220;nur&#8221; über kirchliche Elemente. Dieses &#8220;nur&#8221; ist eine willkürliche Hinzufügung zum offiziellen Text des Konzils. Sowohl einige bekannte Theologen wie auch ich selbst haben bewiesen, dass es diese essentialistische Bedeutung in der lateinischen Sprache nicht gibt. Die Bedeutung ist immer konkret im Sinne von &#8220;Gestalt annehmen“, „sich objektiv verwirklichen“. Dies war der &#8220;sensus Patrum&#8221;, das, was die Konzilsväter im Sinne hatten.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;">Diese drei Hauptthesen Ratzingers sind von den Tatsachen widerlegt worden: in der „kleinen versöhnten Welt“ gibt es zu viele Pädophile, selbst unter den Kardinälen, und zu viele Geldräuber in der Vatikan-Bank. Die zweite These, dass die Stadt der Menschen keine heilswirksame Kraft vor Gott habe, stützt sich auf die irrige Annahme, dass die Wirkung der Stadt Gottes sich nur auf den Bereich der Kirche beschränke. Auch in der Stadt der Menschen stößt man auf die Stadt Gottes, zwar nicht in der Gestalt des religiösen Bewusstseins, sondern in der Gestalt von ethischen und humanitären Werten. Das Zweite Vatikanische Konzil garantierte die Autonomie der irdischen Wirklichkeiten (ein anderer Name für die Säkularisierung), die unabhängig von der Kirche bedeutungsvoll sind. Sie zählen vor Gott. Die Stadt Gottes (die Kirche) verwirklicht sich durch ausdrücklichen Glauben, durch Gottesdienst und Sakramente. Die Stadt der Menschen verwirklicht sich durch Ethik und Politik.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;">Die dritte Hauptthese, dass nur die katholische Kirche einzig und ausschließlich die Kirche Christi sei und, mehr noch, dass es ohne sie kein Heil gebe, diese von Kardinal Ratzinger wiederbelebte mittelalterliche These wurde einfach als Beleidigung für andere Kirchen ignoriert. Anstelle von „außerhalb der Kirche kein Heil“ wurde in den Diskurs der Päpste und Theologen „die universelle Heilszusage für alle Menschen und für die Welt“ eingeführt.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: x-small;"><em>Übersetzung aus dem Spanischen: Norbert Arntz</em></span></span></span></p>
<p>Quelle: http://www.redescristianas.net/2013/03/09/el-colapso-de-su-teologia-razon-mayor-de-la-renuncia-de-benedicto-xvileonardo-boff-teologo-y-filosofo/</p>
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		<title>Esperar e resistir: Mensagem da assembleia conciliar</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Nov 2012 17:52:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konziliare Versammlung - Dokumentation]]></category>

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		<description><![CDATA[Esperar e resistir Mensagem da Assembleia Conciliar realizada em Frankfurt de 18-21 de Outubro Esta mensagem foi aprovada por uma esmagadora maioria no dia 21.10 pelos cerca de 500 participantes na Assembleia Conciliar O Concílio Vaticano II foi o começo de um começo: a Igreja Católica entra na idade moderna, num mundo plural – um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: large;"><strong>Esperar e resistir</strong></span></span></p>
<p lang="pt-PT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Mensagem da Assembleia Conciliar realizada em Frankfurt<br />
de 18-21 de Outubro<a href="http://www.pro-konzil.de/wp-content/uploads/2012/11/logo.png"><img class="alignright size-full wp-image-1619" title="logo" src="http://www.pro-konzil.de/wp-content/uploads/2012/11/logo.png" alt="" width="236" height="161" /></a></strong></span></span></p>
<p lang="pt-PT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><em>Esta mensagem foi aprovada por uma esmagadora maioria no dia 21.10 pelos cerca de 500 participantes na Assembleia Conciliar</em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">O Concílio Vaticano II  foi o começo de um começo: a Igreja Católica entra na idade moderna, num mundo plural – um mundo em que a distância entre ricos e pobres aumenta cada vez mais. Ela re-descobre o rosto de Jesus – nos medos e esperanças das pessoas, sobretudo dos pobres e oprimidos.</span></span></p>
<p lang="pt-PT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">O Concílio foi o tempo do recomeço numa Igreja, que queria ultrapassar o clericalismo. As estruturas eclesiásticas ultrapassadas continuam a impedir o caminho a um autêntico anúncio do Evangelho.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">50 anos depois do Concílio, nós, cristãs e cristãos em paróquias e movimentos, organismos eclesiais, em grupos de base e de reforma queremos prosseguir este caminho: por a descoberto e reacender as brasas de renovação conciliar. Como Povo peregrino de Deus no meio das perturbações e convulsões dos nossos dias, une-nos a vontade de viver hoje a herança espiritual do Concílio e do processo conciliar pela justiça, paz e salvaguarda da criação, de reconhecer os “sinais dos tempos”, de por em prática alternativas à hegemonia neoliberal do capital e do lucro. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">A Assembleia conciliar mostrou que há muitos grupos e iniciativas cristãs a dar passos concretos para possibilitar a todos no nosso mundo condições de vida dignas e sustentáveis. Resistem a um pensar e a um agir na política e na economia que nos querem fazer crer que não há alternativas à nossa ordem mundial capitalista. A certeza de que um mundo outro é possível está ligada à mensagem jesuânica do Reino de Deus, que o Concílio colocou sob nova luz. Este outro mundo de  Deus manifesta-se em sinal lá onde as pessoas partilham umas com as outras aquilo que é necessário para uma vida digna. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">A nós anima-nos a promessa de Jesus de uma vida em plenitude para todos (Jo 10,10). Uma Igreja outra é necessária e possível: uma Igreja profética e diaconal; uma Igreja outra, que ponha em prática a igualdade dos géneros e de todas as formas de  vida, a participação e o diálogo, a democracia radical e a comunhão com a criação!</span></span></p>
<ul>
<li><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Somos o Povo  de Deus no espírito do Concílio, quando lutamos por uma vida digna para todas as pessoa e se proclamarmos a unidade da vida na prática da justiça e da oração</span></span></li>
</ul>
<ul>
<li><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Somos o Povo  de Deus no espírito do Concílio, quando nos aliamos com as muitas pessoas que estão à procura, com os movimentos feministas de direitos humanos e democráticos, sociais e políticos. Entre eles, os movimentos lésbicos, gays, trans-sexuais e inter-sexuais.</span></span></li>
</ul>
<ul>
<li><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Somos o Povo  de Deus no espírito do Concílio, se respeitarmos o sagrado da Terra como criação de Deus, cultivando e salvaguardando.</span></span></li>
</ul>
<ul>
<li><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Somos </span></span><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><em><span style="text-decoration: underline;">um</span></em></span></span><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"> Povo  de Deus no espírito do Concílio, se respeitarmos a diversidade confessional, religiosa e cultural.</span></span></li>
</ul>
<p lang="pt-PT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">A mensagem bíblica do Deus da Vida é para nós motivação e exigência: ser pessoas outras numa Igreja outra e num mundo outro.</span></span></p>
<p lang="pt-PT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">A partir destas conclusões queremos orientar a nossa acção futura, de modo especial nestes anos de celebração dos  50 anos do Concílio 2012-2015 e perante a celebração dos 500 anos da Reforma em 2017. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">(Tradução a partir do original alemão: Joaquim Nunes)</span></span></p>
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		<title>Einladung zur Eröffnungspressekonferenz, Do., 18.10, 16.30 Uhr</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Oct 2012 13:17:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[PRESSE]]></category>

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		<description><![CDATA[Einladung zur Eröffnungs-Pressekonferenz am 18. Oktober 2012, 16.30 Uhr im Konferenzraum in der Paulskirche Zum Gespräch bereit stehen: Susan George Politologin, Mitbegründerin von ATTAC, Frankreich Elisabeth Schüssler Fiorenza katholische feministische Theologin, seit 1970 an verschiedenen Universitäten in den USA Alberto da Silva Moreira Religionswissenschaftler an der katholischen Universität in Goiania, Brasilien Norbert Arntz, Pfarrer in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><span style="font-size: large;">Einladung zur</span></span><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><span style="font-size: large;"> Eröffnungs-Pressekonferenz</span></span><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><span style="font-size: large;"> am 18. Oktober 2012,</span></span><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><span style="font-size: large;"> 16.30 Uhr im</span></span><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><span style="font-size: large;"> Konferenzraum in der</span></span><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><span style="font-size: large;"> Paulskirche</span></span></h1>
<p><span style="font-family: Candara,sans-serif;">Zum Gespräch bereit stehen:</span></p>
<p><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><strong>Susan George </strong></span><span style="font-family: Candara,sans-serif;">Politologin, Mitbegründerin von ATTAC, Frankreich</span></p>
<p><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><strong>Elisabeth Schüssler Fiorenza </strong></span><span style="font-family: Candara,sans-serif;">katholische feministische Theologin, seit 1970 an verschiedenen Universitäten in den USA</span></p>
<p><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><strong>Alberto da Silva Moreira </strong></span><span style="font-family: Candara,sans-serif;">Religionswissenschaftler an der katholischen Universität in Goiania, Brasilien</span></p>
<p><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><strong>Norbert Arntz</strong></span><span style="font-family: Candara,sans-serif;">, Pfarrer in Kleve, </span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;">übersetzte den</span> „<span style="font-family: Candara,sans-serif;">Katakombenpakt“(Selbstverpflichtung von 40 Bischöfen zu Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils), Institut für Theologie und Politik, Münster</span></span></p>
<p><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><strong>Moderation:</strong></span><span style="font-family: Candara,sans-serif;"> Christian Weisner von „Wir sind Kirche“</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><strong>Pressezentrum und Interviewvermittlung </strong></span><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><strong>vom 19. bis 21. Oktober im Info-Café im Saalbau Gallus: </strong></span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;">B a r b a r a   I m h o l z </span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;">c/o Institut für Theologie und Politik, </span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;">Friedrich-Ebert-Str. 7, D-48153 Münster,<br />
</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;">Tel.: +49 (0)251 524728, 					mobil +49 (0)1631578955 </span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;">E-Mail: </span><span style="color: #0000ff;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="mailto:imholz@muenster.de"><span style="font-family: Candara,sans-serif;">imholz@muenster.de</span></a></span></span></span><span style="font-family: Candara,sans-serif;"> </span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;">C h r i s t i a n   W e i s n e r</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;">c/o KirchenVolksBewegung</span><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><em> Wir sind Kirche</em></span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;">Postfach 65 01 15, D-81215 München</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;">Tel.: +49 (0)8131-260250, </span></span></p>
<p lang="fr-FR"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;">mobil +49 (0)172-518 40 82</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;">E-Mail: </span><span style="color: #0000ff;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="mailto:presse@wir-sind-kirche.de"><span style="font-family: Candara,sans-serif;">presse@wir-sind-kirche.de</span></a></span></span></span></span></p>
<p><span style="color: #0000ff;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">=======================================================================================================================</span></span></span></span></span></p>
<h1><span style="font-size: medium;">Eröffnungsveranstaltung:</span></h1>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;">Do., 	18. Oktober 2012<br />
um 18 Uhr Paulskirche</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;">mit</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><strong>Luigi 	Bettazzi</strong></span><span style="font-family: Candara,sans-serif;"> (em. Bischof, Mitunterzeichner des Katakom-benpakts, Italien</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><strong>Hans 	Küng</strong></span><span style="font-family: Candara,sans-serif;"> (Konzilsberater, Projekt Weltethos, Tübingen)</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><strong>Ida 	Raming</strong></span><span style="font-family: Candara,sans-serif;"> (Theologin, aktiv in der Europäischen Priesterinnenbewegung und bei 	Wir sind Kirche in Stuttgart</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><strong>Magdalene 	Bussmann</strong></span><span style="font-family: Candara,sans-serif;"> (Theologin, engagiert bei Initiative Kirche von unten, 	Leserinitiative Publik, Essen</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><strong>Magdalena 	Holztrattner </strong>(Lateinamerika-Expertin, 	Armutsforscherin)</span></span></p>
<p><span style="font-family: Candara,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;"><span style="font-size: small;">DIe EInladung als PDF: <a href="http://www.pro-konzil.de/wp-content/uploads/2012/10/Einladung_Pressekonferenz_kV_18_10.pdf">Einladung_Pressekonferenz_kV_18_10</a></span><br />
</span></span></p>
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		<title>Kirchenreformer wollen Veränderungen diskutieren</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Oct 2012 21:19:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[PRESSE]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter diesem Link finden sie ein Interview mit unserer Pressesprecherin Barbara Imholz, das am 13. Oktober im Duetschlandreadio &#8211; Kultur gesendet wurde. Jetzt hören]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter diesem Link finden sie ein Interview mit unserer Pressesprecherin Barbara Imholz, das am 13. Oktober im Duetschlandreadio &#8211; Kultur gesendet wurde.</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=3&amp;broadcast=673393&amp;datum=20121013&amp;playtime=1350137883&amp;fileid=f49715cd&amp;sendung=673393&amp;beitrag=1891906&amp;/">Jetzt hören </a></p>
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		<item>
		<title>Katakombenpakt: „Für eine dienende und arme Kirche“</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Oct 2012 08:59:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Option für die Armen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 16. November 1965 &#8211; drei Wochen vor dem Abschluss des II. Vatikanischen Konzils &#8211; trafen sich in den Domitilla-Katakomben außerhalb Roms 40 Bischöfe der ganzen Welt. Sie griffen ein Leitwort auf, das Johannes XXIII. einige Jahre vorher ausgegeben hatte. Johannes hatte das Leitwort von einer &#8220;Kirche der Armen&#8221; in seiner Rundfunkansprache vier Wochen vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 	 	 --></p>
<p>Am 16. November 1965 &#8211; drei Wochen vor dem Abschluss des II. Vatikanischen Konzils &#8211; trafen sich in den Domitilla-Katakomben außerhalb Roms 40 Bischöfe der ganzen Welt. Sie griffen ein Leitwort auf, das Johannes XXIII. einige Jahre vorher ausgegeben hatte.</p>
<p>Johannes hatte das Leitwort von einer &#8220;Kirche der Armen&#8221; in seiner Rundfunkansprache vier Wochen vor der Eröffnung des II. Vatikanischen Konzils am 11. Sept. 1962 ausgegeben. Er meinte damit keine Sonderkirche, die im Gegensatz zu einer anderen Kirche oder zu einer anderen Gruppierung in der Kirche steht &#8211; etwa die Armen gegen die Reichen oder die Laien gegen die Priester. Sondern er wollte darauf aufmerksam machen, dass die Armen die Kirche überhaupt repräsentierten. Sie sind die Mehrheit des Volkes Gottes in der heutigen Welt. Mehrfach hat er auch Kardinal Lercaro aufgefordert, zu diesem Thema im Konzil zu sprechen.</p>
<p>Die 40 Bischöfe des 16. November griffen dieses Motto auf. Aber sie leisteten dazu noch etwas Eigenes: sie legten ein Gelübde ab. Sie versprachen, dass sie nach ihrer Rückkehr vom Konzil, das am 8. Dezember 1965 zu Ende ging, etwas Grundsätzliches in ihrem Leben und bei ihrer kirchlichen Tätigkeit ändern wollten. Sie versprachen, ein einfaches Leben zu führen und den Machtinsignien zu entsagen, sowie einen Pakt mit den Armen zu schließen &#8211; die sog. Option für die Armen. Sie bedeutet, die Welt mit den Augen der arm gehaltenen bzw. arm gemachten Bevölkerung zu sehen und dementsprechend handeln zu wollen. Die Bischöfe machten sich zu ihrem Sprachrohr. Eine wichtige Person unter ihnen war Dom Helder Camara, damals gerade Erzbischof von Recife/Brasilien geworden</p>
<p>Die Gruppe war richtungsweisend. Sie gehörte selber zum Konzil, hat hier und da Einfluss auf die Texte ausüben können und hat die Prinzipien des Konzils erstmalig in der Praxis ausgeführt, nämlich das Prinzip einer Durchdringung von Dogma und Pastoral entsprechend der Pastoralkonstitution „Gaudium et Spes&#8221;, sowie das Prinzip von der Kirche als dem Volk Gottes, das die Kirchenkonstitution „Lumen gentium&#8221; hervorhebt. Ein wichtiges Ergebnis der Arbeit dieser Gruppe war die Entstehung der Basisgemeinden und einer Theologie der Befreiung. Das wichtigste gesamtkirchliche Ergebnis war die lateinamerikanische Bischofsversammlung von Medellin 1968, die zum neuen Pfingsten für die Lateinamerikanische Kirche wurde.</p>
<p>Die Verpflichtung der 40 Bischöfe, der sich später noch ca. 500 weitere Bischöfe anschließen, hat folgenden Wortlaut:</p>
<p>Als Bischöfe,</p>
<ul>
<li>die sich zum Zweiten Vatikanischen Konzil versammelt haben;</li>
<li>die sich dessen bewusst geworden sind, wie viel ihnen noch fehlt, um 	ein dem Evangelium entsprechendes Leben in Armut zu führen;</li>
<li>die sich gegenseitig darin bestärkt haben, gemeinsam zu handeln, um 	Eigenbrötelei und Selbstgerechtigkeit zu vermeiden;</li>
<li>die sich eins wissen mit all ihren Brüdern im Bischofsamt;</li>
<li>die vor allem aber darauf vertrauen, durch die Gnade unseres Herrn 	Jesus Christus sowie durch das Gebet der Gläubigen und Priester 	unserer Diözesen bestärkt zu werden;</li>
<li>die in Denken und Beten vor die Heilige Dreifaltigkeit, vor die 	Kirche Christi, vor die Priester und Gläubigen unserer Diözesen 	hintreten;</li>
</ul>
<p>nehmen wir in Demut und der eigenen Schwachheit bewusst, aber auch mit aller Entschiedenheit und all der Kraft, die Gottes Gnade uns zukommen lassen will, die folgenden Verpflichtungen auf uns:</p>
<ol>
<li>Wir werden uns bemühen, so zu leben, wie die Menschen um uns her 	üblicherweise leben, im Hinblick auf Wohnung, Essen, Verkehrsmittel 	und allem, was sich daraus ergibt (vgl. Mt 5,3; 6,33-34; 8,20).</li>
<li>Wir verzichten ein für allemal darauf, als Reiche zu erscheinen wie 	auch wirklich reich zu sein, insbesondere in unserer Amtskleidung 	(teure Stoffe, auffallende Farben) und in unseren Amtsinsignien, die 	nicht aus kostbarem Metall &#8211; weder Gold noch Silber &#8211; gemacht 	sein dürfen, sondern wahrhaft und wirklich dem Evangelium 	entsprechen müssen (Vgl. Mk 6,9; Mt 10,9; Apg 3,6).</li>
<li>Wir werden weder Immobilien oder Mobiliar besitzen noch mit eigenem 	Namen über Bankkonten verfügen; und alles, was an Besitz notwendig 	sein sollte, auf den Namen der Diözese bzw. der sozialen oder 	caritativen Werke überschreiben (vgl. Mt 6,19-21; Lk 12,33-34).</li>
<li>Wir werden, wann immer dies möglich ist, die Finanz- und 	Vermögensverwaltung unserer Diözesen in die Hände einer 	Kommission von Laien legen, die sich ihrer apostolischen Sendung 	bewusst und fachkundig sind, damit wir Apostel und Hirten statt 	Verwalter sein können (vgl. Mt 10,8; Apg. 6,1-7).</li>
<li>Wir lehnen es ab, mündlich oder schriftlich mit Titeln oder 	Bezeichnungen angesprochen zu werden, in denen gesellschaftliche 	Bedeutung oder Macht zum Ausdruck gebracht werden (Eminenz, 	Exzellenz, Monsignore&#8230;). Stattdessen wollen wir als  &#8220;Padre&#8221; 	angesprochen werden, eine Bezeichnung, die dem Evangelium 	enstpricht.</li>
<li>Wir werden in unserem Verhalten und in unseren gesellschaftlichen 	Beziehungen jeden Eindruck vermeiden, der den Anschein erwecken 	könnte, wir würden Reiche und Mächtige privilegiert, vorrangig 	oder bevorzugt behandeln (z.B. bei Gottesdiensten und bei 	gesellscchaftlichen Zusammenkünften, als Gäste oder Gastgeber) (Lk 	13, 12-14; 1 Kor 9,14-19).</li>
<li>Ebenso werden wir es vermeiden, irgendjemandes Eitelkeit zu 	schmeicheln oder ihr gar Vorschub zu leisten, wenn es darum geht, 	für Spenden zu danken, um Spenden zu bitten oder aus irgendeinem 	anderen Grund. Wir werden unsere Gläubigen darum bitten, ihre 	Spendengaben als üblichen Bestandteil in Gottesdienst, Apostolat 	und sozialer Tätigkeit anzusehen ( (Vgl. Mt 6, 2-4; Lk 15,9-13; 2 	Kor 12,4).</li>
<li>Für den apostolisch-pastoralen Dienst an den wirtschaftlich 	Bedrängten, Benachteiligten oder Unterentwickelten werden wir 	alles zu Verfügung stellen, was notwendig ist an Zeit, Gedanken und 	Überlegungen, Mitempfinden oder materiellen Mitteln, ohne dadurch 	anderen Menschen und Gruppen in der Diözese zu schaden.<br />
Alle 	Laien, Ordensleute, Diakone und Priester, die der Herr dazu ruft, 	ihr Leben und ihre Arbeit mit den Armgehaltenen und Arbeitern zu 	teilen und so das Evangelium zu verkünden, werden wir unterstützen. 	(vgl. Lk 4,18f.; Mk 6,4; Mt 11,45; Apg 18,3-4; 20,33-35; 1 Kor 4,12; 	9,1-27)</li>
<li>Im Bewusstsein der Verpflichtung zu Gerechtigkeit und Liebe sowie 	ihres Zusammenhangs werden wir daran gehen, die Werke der 	&#8220;Wohltätigkeit&#8221; in  soziale Werke umzuwandeln, die sich auf 	Gerechtigkeit und Liebe gründen und alle Frauen und Männer 	gleichermaßen im Blick haben. Damit wollen wir den zuständigen 	staatlichen Stellen einen bescheidenen Dienst erweisen (Vgl. Mt 25, 	31-46; Lk 13,12-14 und 33f.)</li>
<li>Wir werden alles dafür tun, dass die Verantwortlichen unserer 	Regierung und unserer öffentlichen Dienste solche Gesetze, 	Strukturen und gesellschaftlichen Institutionen schaffen und wirksam 	werden lassen, die für Gerechtigkeit, Gleichheit und 	gesamtmenschliche harmonische Entwicklung jedes Menschen und aller 	Menschen notwendig sind. Dadurch soll eine neue Gesellschaftsordnung 	entstehen, die der Würde der Menschen- und Gotteskinder entspricht 	(Vgl. Apg 2,44f; 4,32-35; 5,4; 2 Kor 8 und 9; 1 Tim 5,16).</li>
<li>Weil die Kollegialität der Bischöfe dann dem Evangelium am besten 	entspricht, wenn sie sich gemeinschaftlich im Dienst an der Mehrheit 	der Menschen &#8211; zwei Drittel der Menschheit &#8211; verwirklicht, die 	körperlich, kulturell und moralisch im Elend leben, verpflichten 	wir uns:<span style="font-size: large;">•</span> Gemeinsam mit den Episkopaten der armen Nationen dringliche Projekte 	zu verwirklichen, entsprechend unseren Möglichkeiten.<br />
<span style="font-size: large;">• </span> Auch auf der Ebene der internationalen Organisationen das Evangelium 	zu bezeugen, wie es Papst Paul VI. vor den Vereinten Nationen tat, 	und gemeinsam dafür einzutreten, dass wirtschaftliche und 	kulturelle Strukturen geschaffen werden, die der verarmten Mehrheit 	der Menschen einen Ausweg aus dem Elend ermöglichen, statt in einer 	immer reicher werdenden Welt ganze Nationen verarmen zu lassen.</li>
<li>In pastoraler Liebe verpflichten wir uns, das Leben mit unseren 	Geschwistern in Christus zu teilen, mit allen Priestern, 	Ordensleuten und Laien, damit unser Amt ein wirklicher Dienst werde. 	In diesem Sinne werden wir<span style="font-size: large;"><span style="font-size: small;">•gemeinsam mit ihnen &#8220;unser Leben ständig kritisch prüfen&#8221;;<br />
• sie als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstehen, so dass wir vom 	Heiligen Geist inspirierte Animateure werden, stattt Chefs nach Art 	dieser Welt zu sein.<br />
• uns darum mühen, menschlich präsent, offen und zugänglich zu 	werden.<br />
• uns allen Menschen gegenüber offen erweisen, gleich welcher 	Religion sie sein mögen (vgl. Mk 8,34f.; Apg 6,1-7; 1 Tim 3,8-10.</p>
<p></span></p>
<p></span></li>
<li>Nach der Rückkehr in unsere Diözesen, werden wir unseren 	Diözesanen diese Verpflichtungen bekanntmachen und sie darum 	bitten, uns durch ihr Verständnis, ihre Mitarbeit und ihr Gebet 	behilflich zu sein.</li>
</ol>
<p>Gott helfe uns, unseren Vorsätzen treu zu bleiben.</p>
<p>Einleitung und Übersetzung aus dem Spanischen: Norbert Arntz</p>
<p style="padding-left: 30px;">
<ul>
<li><span style="font-size: small;">Die 	Zelebration präsidierte: Mons. </span><span style="font-size: small;">Charles 	M. Himmer-Ob. de TOURNAI-BELGIEN &#8211; </span><span style="font-size: small;">Dom. 	Helder Camara – Arz. De Recife- BRASIL &#8211; D. Antonio Fragoso, Ob. 	De Crateus, BRASIL &#8211; D. Francisco Austregésilo de Mesquita 	Filho.Ob.de Afogados de Ing. BRASIL &#8211; D. Joao Batista de Mota e 	Alburquerque – Arz. De Vitoria, BRASIL &#8211; D. Luiz Fernández, Ob. 	Aux. de Vitoria-BRASIL &#8211; D. Jorge Marcos de Oliveira – Ob. De 	Santo André, BRASIL &#8211; D. Henrique Golland Trindate O.F.M. Arz. De 	Botucatu-BRASIL &#8211; D. José M. Pires – Arz. De Paraiba-BRASIL &#8211; D. 	Cándido Padín – Ob. De Lorena – BRASIL &#8211; </span><span style="font-size: small;">Mons. </span><span style="font-size: small;">Georges Mercier- Ob. de 	Laghouat-Sahara-AFRICA &#8211; Mons. Hakim &#8211; Ob. Melquita de Nazareth, 	ISRAEL &#8211; Mons. Hadad – Ob. Melquita Aux. de Beirut –LIBANO &#8211; 	Mons. Gérard Mario Coderre Ob. De S. Jean-Quebec-CANADA &#8211; Mons. 	Rafael González, Ob. Aux. de Valencia – ESPAÑA &#8211; </span><span style="font-size: small;">Mons. 	Julius Angerhausen, Ob. Aux. de Essen – ALEMANIA &#8211; Mons. Guy Marie 	Riobé, Ob. de Orleans – FRANCIA &#8211; Mons. </span><span style="font-size: small;">Gerard 	M. Huyghe, Ob. de Arras – FRANCIA &#8211; </span><span style="font-size: small;">Mons. </span><span style="font-size: small;">Adrien Gand. Ob. Aux. de Lille – 	FRANCIA &#8211; </span><span style="font-size: small;">Mons. 	Luigi-Betazzi-Ob. Aux. de Bologna – ITALIA &#8211; </span><span style="font-size: small;">Mons. 	Bernard Yago, Arz. De Abidjan, Costa de Marfil – AFRICA &#8211; Mons. 	Joseph Blomjous – Ob. De Mwanza – Tanzania – AFRICA &#8211; </span><span style="font-size: small;">Mons. </span><span style="font-size: small;">Charles Joseph de Melckebeke (aus China 	ausgewiesen, daher wohnhaft in SINGAPUR – Apostolischer Visitator 	der kath. Diaspora in CHINA, belgischer Herkunft)</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: small;">Auch Bischöfe aus VIETMAN und INDONESIEN gehörten zu den Unterzeichnern. ⁽¹⁰⁾</span></p>
<p><span style="font-size: small;">-   In der Bischofsgruppe “Opus Angeli”, “Kirche der Armen”, arbeiteten auch die folgenden Bischöfe mit, aber für ihre Unterzeichnung während der Euch-Feier gibt es (noch) keinen Beleg.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Mons. </span><span style="font-size: small;">Manuel Larrain Ob. de Talca CHILE  y Präsident. des CELAM &#8211; </span><span style="font-size: small;">Mons. </span><span style="font-size: small;">Marcos G. Mc.Grat- Ob. de Santiago de Veraguas-PANAM-Sekretär. des CELAM &#8211; Mons. Leonidas Proaño – Ob. de Ríobamba – ECUADOR &#8211; Mons. Alberto Devoto – Ob. de Goya – ARGENTINA &#8211; Mons. Vicente F. Zazpe – Arz.  De Sta. Fe – ARGENTINA &#8211; Mons. J. José Iriarte – Ob. de Reconguista – ARGENTINA &#8211; Mons. Alfredo Viola – Ob. de Salta – URUGUAY &#8211; Mons. Tulio Botero Z.- Arz. De Medellín – COLOMBIA &#8211; Raúl Zambrano &#8211; Ob. de Facatativá – COLOMBIA &#8211; und zeitweilig D. Sergio Méndez Arceo y D. Samuel Ruíz aus MEXICO</span></p>
<p><span style="font-size: x-small;">(10) – Archiv von Mons. Charles Himmer in der Universidät von Löwen, BELGIEN</span></p>
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		<title>Bischofswort vom 28.09. zum II. Vatikanum: Unsere Einladung steht schon lange!</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Oct 2012 17:26:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wir Bischöfe laden Sie ein, in den kommenden Jahren mit uns das Konzilsjubiläum zu feiern und sich im Lichte des Konzils den Herausforderungen unserer Zeit zu stellen. Wir laden alle Gläubigen und insbesondere alle, die für die Verkündigung Verantwortung tragen, ein, den Glauben lebensnah und glaubwürdig zu bezeugen, die Liturgie würdig zu feiern und sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wir Bischöfe laden Sie ein, in den kommenden Jahren mit uns das Konzilsjubiläum zu feiern und sich im Lichte des Konzils den Herausforderungen unserer Zeit zu stellen. Wir laden alle Gläubigen und insbesondere alle, die für die Verkündigung Verantwortung tragen, ein, den Glauben lebensnah und glaubwürdig zu bezeugen, die Liturgie würdig zu feiern und sich engagiert an der Gestaltung des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens zu beteiligen.&#8221; So schreiben die deutschen Bischöfe am 28.09. diesen Jahres.</p>
<p>Die vom 18.10.-21.10. stattfindende konziliare Versammlung &#8220;Zeichen der Zeit &#8211; Hoffnung und Widerstand&#8221; in Frankfurt, die von fast allen massgeblichen Kirchenreformgruppen und gesellschaftspolitisch engagierten christlichen Gruppen getragen wird, und zu der sich über 500 Menschen angemeldet haben, hat ihrerseits schon vor Monaten die bundesdeutschen katholischen Bischöfe eingeladen, gemeinsam mit ihnen die Zeichen der Zeit, wie das Konzil schrieb, zu erforschen. Leider findet wohl keiner der Bischöfe Zeit, zu kommen, viele haben noch nicht einmal auf unsere Einladung geantwortet.</p>
<p>In ihrem Papier &#8221; Erinnern – Bewahren &#8211; Weitergeben. Wort der deutschen Bischöfe zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten des Zweiten Vatikanischen Konzils&#8221; vom 28.09. diesen Jahres lassen sich auch leicht die Gründe erkennen: Die gesellschaftspolitische Verantwortung der Christen, wie sie u.a. in Lumen Gentium oder Gaudium et spes definiert wurde, verkommt in der Erklärung der Bischöfe zur nichtssagenden Rethorik: Konkrete Felder wie die Krise des Kapitalismus, Kriege oder Flüchtlingsproblematik werden gar nicht erst benannt. Stattdessen wird gleich an den Anfang die Liturgiereform gesetzt und folgerichtig beendet dieses Thema auch das Papier. Aber wie kann man von der Liturgie reden, wenn zugleich Wiederverheiratete Geschiedene weiter von der Eucharistie ausgeschlossen bleiben, wenn Frauen nur nachrangig im &#8220;Kerngeschäft&#8221; der Kirche vorkommen &#8230;</p>
<p>Wer das II. Vatikanische Konzil ernsthaft als Bewahrung und Fortschreibung der Geschichte der Kirche verstehen will, muss endlich seine Angst, Ratlosigkeit und Institutionenfixiertheit aufgeben. Unsere Einladung an die deutschen Bischöfe steht!</p>
<p>Oder wie sagte Bischof Betazzi unlängst in einem Interview auf die Frage, was ihn am meisten am Konzil beiendruckt hätte: Was hat Sie als Konzilsteilnehmer am meisten beeindruckt?<br />
&#8220;Die Ernsthaftigkeit, der Freimut der Debatten, das aufrichtige Bemühen, aus dem Gesamt der kirchlichen Tradition heraus neue Antworten für die Herausforderungen der Gegenwart zu finden.&#8221; (Das ganze Interview hier: <a href="http://www.pro-konzil.de/?p=1494" target="_blank">klick</a>)</p>
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