Das II. Vatikanische Konzil als historischer Aufbruch in der katholischen Kirche: Orientierung am Reich Gottes

von Katja Strobel

Der Text ist ein Beitrag zu einem Workshop auf dem Weltforum für Theologie und Befreiung und dem Weltsozialforum in Dakar unter dem Titel: „Die Zukunft der Kirchen und die Reformbewegungen der 60er Jahre. Das II. Vatikanum und die 5. Versammlung des Weltkirchenrats 1968 in Uppsala als Herausforderungen für befreiende Theologien“, der am 8. Februar in Dakar/Senegal stattfand. Der Workshop war organisiert vom Institut für Theologie und Politik, zusammen mit der theologischen Kommission von EATWOT, der internationalen Bewegung „Wir sind Kirche“ und dem Europäischen Netzwerk „Kirche im Aufbruch“.

Im Folgenden möchte ich erklären, warum das Institut für Theologie und Politik in Münster zur Erinnerung an das II. Vatikanum arbeitet.

Unsere ‚Bewegung‘, unsere Organisation, unser Ausdruck von Hoffnung – das sind eigentlich die Kirchen, aber sie erfüllen aktuell gerade nicht die Rolle als Werkzeuge, Gerechtigkeit und Würde aller Menschen zu erreichen. Deswegen arbeiten wir als ChristInnen, deren Hoffnung es ist, die Welt zu einem Ort zu machen, wo die fundamentalen politischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse jedes Menschen erfüllt sind, mit sozialen Bewegungen zusammen. Unser Fokus dabei ist, mit PartnerInnen zusammenzuarbeiten, die wirklich für grundsätzliche Veränderung kämpfen, und zur selben Zeit vermissen wir christliche Organisationen, Kirchen, die in diesen Kämpfen involviert sind und diese als das befreiende Werk Gottes definieren.

Wir sehen, dass die Kirchen, besonders im globalen Norden, in den Ländern, die am meisten verantwortlich für Hunger, Kriege und Ausbeutung sind, nicht die treibende Kraft in den Bewegungen darstellen, die für politische, ökonomische und soziale Veränderung streiten. Und wir glauben, dass, wenn wir dies ändern wollen, wenn wir wollen, dass die Kirchen dafür dienen, um anzufangen, das Reich Gottes zu realisieren – natürlich immer bruchstückhaft –, dann müssen wir ‚von unten‘, von den christlichen Gemeinschaften aus, uns selbst organisieren, wir können nicht auf die Kirchenleitung warten, dass sie ihre Politik der Anpassung an den globalen Kapitalismus ändern.

Um diese Bewegungen von unten zu stärken versuchen wir unseren Punkt während der Erinnerungszeit an das II. Vatikanische Konzil zu machen, das 1962 bis 1965 in Rom stattfand. Unser Punkt ist, dass dieses Konzil einer der Ausgangspunkte für Befreiungstheologien war, für feministische Theologien und andere theologische Ansätze, die mit sozialen Bewegungen verbunden sind. Und wenn wir auf die Konflikte sehen, die auf dem Konzil ausgetragen wurden, finden wir mehrere Ansatzpunkte, die die Basis aktueller Kämpfen bilden.

Für uns ist der Katakombenpakt (Link auf die Seite auf pro-konzil) so etwas wie ein hermeneutischer Schlüssel, um das Konzil zu verstehen. Fast niemand kennt ihn heute mehr. Es ist eine Selbstverpflichtung für eine Kirche der Armen und eine Kirche auf der Seite der Armen, und er wurde am 16. November 1965 von 40 Bischöfen in der Domitilla Katakombe unterzeichnet, später schlossen sich mehr als 500 Bischöfe an. Es wurde von den Gründern der lateinamerikanischen Befreiungstheologie aufgenommen, und einige Sätze sind wörtlich in die Dokumente der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz in Medellín 1968 aufgenommen worden. Ich zitiere nur zwei Sätze aus dem Katakombenpakt:

„8) Für den apostolisch-pastoralen Dienst an den wirtschaftlich Bedrängten, Benachteiligten oder Unterentwickelten werden wir alles zu Verfügung stellen, was notwendig ist an Zeit, Gedanken und Überlegungen, Mitempfinden oder materiellen Mitteln, ohne dadurch anderen Menschen und Gruppen in der Diözese zu schaden.

Alle Laien, Ordensleute, Diakone und Priester, die der Herr dazu ruft, ihr Leben und ihre Arbeit mit den Armgehaltenen und Arbeitern zu teilen und so das Evangelium zu verkünden, werden wir unterstützen. (vgl. Lk 4,18f.; Mk 6,4; Mt 11,45; Apg 18,3-4; 20,33-35; 1 Kor 4,12; 9,1-27) […]

10) Wir werden alles dafür tun, dass die Verantwortlichen unserer Regierung und unserer öffentlichen Dienste solche Gesetze, Strukturen und gesellschaftlichen Institutionen schaffen und wirksam werden lassen, die für Gerechtigkeit, Gleichheit und gesamtmenschliche harmonische Entwicklung jedes Menschen und aller Menschen notwendig sind. Dadurch soll eine neue Gesellschaftsordnung entstehen, die der Würde der Menschen- und Gotteskinder entspricht (Vgl. Apg 2,44f; 4,32-35; 5,4; 2 Kor 8 und 9; 1 Tim 5,16).“

Einige der unterzeichnenden Bischöfe waren darin erfolgreich, die radikalen Veränderungen in ihrer Diözese umzusetzen, z. B. Dom Helder Cámara in Brasilien, Manuel Larraín in Chile und Samuel Ruiz Garcia in Mexiko.

Wir lesen die Dokumente des II. Vatikanums im Licht des Katakombenpaktes, als die Ergebnisse von Konflikten zwischen den Bischöfen, die diese Perspektive einer notwendig armen Kirche teilten, und denen, die vor allem Kontrolle, Macht und Privilegien bewahren wollten.

Ich möchte vier Punkte anführen als die wichtigsten Veränderungen, die das Konzil in unserer Perspektive angestoßen hat:

1) Die Bischöfe der nicht-Europäischen Länder, die zum ersten Mal nach Rom eingeladen waren, waren eine starke Kraft, um der Kirche eine Richtung auf die Option für die Armen hin zu geben. Und auf diese Weise war das Konzil ein Bewusstwerdungsprozess, was es heißt, eine globale Kirche zu sein. Es sollte danach nicht mehr möglich sein, mit einer eurozentrischen Perspektive weiterzumachen.

2) Das Bild, das das Konzil von der Kirche vor allem zeichnet, ist das des Volkes Gottes. Dies bedeutet eine radikale Veränderung: Egal ob Laie oder Kleriker, Männer oder Frauen, ungeachtet der Hautfarbe… haben alle Gläubigen dieselbe Autorität, ihren glauben zu artikulieren und gemäß ihres Gewissens zu handeln.

3) Jenseits der katholischen Kirche gedacht, verkündet das Konzil, dass jede Konfession und jede Religion einen eigenen würdigen Weg zu Gott aufzeigt und dass niemand die Wahrheit kennt außer Gott selbst. Und weiter: Jenseits von Kirchen und Religionen proklamiert das Konzil die Freiheit der Religion, die auch die Freiheit bedeutet, überhaupt keine Religion zu haben. Dies ist eine enorme Veränderung, eine Verabschiedung von der einzig wahren Römisch-Katholischen Kirche, es befreit uns dazu, uns um die wirklichen Probleme der Menschen zu kümmern, zusammen mit allen Menschen guten Willens.

4) Indem die Bibel als wirkliche Orientierung im Glauben angesehen wird, gibt es einen neuen Fokus auf das Reich Gottes, oder besser: auf die andere Welt Gottes, die versprochen ist, nicht für irgend ein Jenseits, sondern, die hier und heute beginnt und uns für ihre Realisierung in die Verantwortung nimmt. Die Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ zeigt eine enge Verbindung zwischen der Kirche und der Welt auf. Sie verdeutlicht, dass die Probleme der Menschen die Probleme der Kirche sind, und dass die Kirche kein Selbstzweck ist, sondern ein Werkzeug, das dem Wohlergehen aller dient. Und daher ist die hauptsächliche Aufgabe der Kirche, Partei zu ergreifen für die Marginalisierten von heute.

Wir wissen, dass die Römisch-Katholische Kirche zur Zeit überhaupt nicht so aussieht, und auch die anderen Konfessionen haben keine viel bessere Ausgangsposition. Befreiungstheologien sind sehr schwach, in allen Ländern. Aber wir können uns auf diese Dokumente beziehen und auf andere Ausgangspunkte, die in anderen Kirchen stattgefunden haben. Und, konsequenterweise, sollten wir anfangen, uns zusammen mit sozialen Bewegungen zu organisieren. Wir denken, dass es wichtig ist, verschiedene Kontexte, Konfessionen und Religionen zu würdigen, die unsere Perspektive beeinflussen und unseren Horizont erweitern. Aber der Schwerpunkt unserer Diskussion sollte aus unserer Sicht trotzdem die Möglichkeiten einer gemeinsamen, oder zumindest ähnlichen Agenda zentraler Probleme sein, die sowohl von den sozialen Bewegungen, als auch von den Kirchen in den verschiedenen Kontexten angegangen werden müssen.

Wir denken, dass es sich lohnt, die Probleme der Migration zu diskutieren – das heißt, die Probleme, die sich aus der Tatsachen ergeben, dass die südlichen Länder von den nördlichen ausgebeutet werden und dass zur selben Zeit Europa und die USA ihre Grenzen immer gewaltvoller zu schließen versuchen. Bewegungsfreiheit und gerechte Entwicklung1, einschließlich Probleme des Landraubs, Agro-Business usw., sind zwei wichtige Themen, die transnational diskutiert werden sollten. Öffentliche Güter wie Gesundheit, Eigentumsrechte an Wasser, Saatgut usw. sind andere Themen, die mit dem Thema Entwicklung eng zusammenhängen.

Die Idee ist, Gemeinschaften des Glaubens und des Widerstands zu bilden, in denen Menschen sich gegenseitig unterstützen und die Angst vor dem Kämpfen verlieren. Das Weltsozialforum könnte eine großartige Gelegenheit für diese Gemeinschaften sein, um ihre Sichtweisen auszutauschen und gemeinsame Strategien zu entwickeln.

Wir würden gern mit euch diskutieren, ob es möglich sein könnte, die Frage in den Blick zu nehmen, was notwendige Veränderungen in unseren Kirchen im Hinblick auf diese Punkte sein könnten – von der unterschiedlichen Perspektive der Erfahrungen von jedem und jeder von euch.

1„Freiheit und gerechte Entwicklung“ ist der Slogan der Karawane zum Weltsozialforum, die vom Netzwerk Afrique-Europe-Interact initiiert wurde, einem Kooperationspartner des Institut für Theologie und Politik. Vgl. www.afrique-europe-interact.net

Katja Strobel

Este texto es un artículo de un taller realizado en el Foro Mundial de Teología y Liberación y en el Foro Social Mundial en Dakar. Este taller con el titulo “El futuro de las iglesias y de los movimientos de reforma en los años 60. El Vaticano II y la 5. Asamblea del consejo mundial de las iglesias de 1968 en Uppsala como desafío para las Teologías de la Liberación” fue realizado el 8 de febrero en Dakar/Senegal. El Instituto de Teología y Política organizó el taller junto con la comisión teológica de EATWOT, el movimiento internacional “Somos iglesia” y la red europea “„Iglesia en Resurgimiento”.

A continuación quiero explicar porque el Instituto de Teología y Política en Münster trabaja en la conmemoración del Vaticano II.

Nuestro ‚movimiento‘, nuestra organización, nuestra expresión de esperanza – son en teoría las iglesias, pero actualmente no cumplen su papel de instrumento que trabajando para que todos los seres humanos puedan vivir en justicia y dignidad. Por eso nosotr@s como cristian@s que tenemos la esperanza de transformar el mundo en un mundo en el que a nadie les haga falta la satisfacción de las necesidades fundamentales – políticas, sociales, culturales – colaboramos con los movimientos sociales. Nuestro enfoque es trabajar junto con grupos y personas que realmente luchan por cambios fundamentales sintiendo a la vez la ausencia de organizaciones cristianas y de las iglesias en estas luchas que son una practica libertadora de Dios.

Nosotr@s observamos que las iglesias, sobre todo en el norte global, o sea los países responsables para la hambre, guerra y explotación, no son las que impulsan los cambios políticos, económicos y sociales.

Si queremos cambiar esta situación pretendiendo que las iglesias actuan para que el Reino de Dios pueda comenzar a realizarse – por su puesto siempre de manera fragmentaria –, entonces tenemos que organizarnos ‚desde abajo‘, desde las comunidades cristianas. No podemos esperar a las autoridades eclesiales a que cambien su política que patrocina al capitalismo global.

Para dar fuerza a estos movimientos desde abajo queremos posicionarnos en la conmemoración del Concilio Vaticano II que tuvo lugar en Roma de 1962 hasta 1965.

Nuestro enfoque es que el concilio fue el punto de partida para la Teología de la Liberación, para las teologías feministas y otros enfoques teológicos que están relacionadas con movimientos sociales.

Considerando los conflictos que se dieron en el Concilio encontramos varios puntos de partida, que son la base para las luchas actuales.

Para nosotr@s el pacto en las catacumbas de Domitilla (http://www.pro-konzil.de/?p=140) es una clave hermenéutica para entender el concilio. Hoy en día casi nadie lo conoce.

El pacto es el compromiso de la iglesia de ser iglesia de los pobres, una iglesia al lado de los pobres. El pacto fue firmado el 6 de noviembre 1965 por 40 obispos en las catacumbas de Domitilla. A continuación 500 obispos más lo firmaron. Los fundadores de la Teología de la Liberación lo percibieron atentamente y algunas frases fueron integradas literalmente en los documentos de la Conferencia episcopal de 1968 en Medellín. Quiero citar a dos frase del pacto:

8.) Daremos todo lo que sea necesario de nuestro tiempo, reflexión, corazón, medios, etc. al servicio apostólico y pastoral de las personas y de los grupos trabajadores y económicamente débiles y subdesarrollados, sin que eso perjudique a otras personas y grupos de la diócesis. Apoyaremos a los laicos, religiosos, diáconos o sacerdotes que el Señor llama a evangelizar a los pobres y trabajadores, compartiendo su vida y el trabajo. Cfr. Lc 4, 18s; Mc 6, 4; Mt 11, 4s; Hech 18, 3s; 20, 33-35; 1 Cor 4, 12 y 9, 1-27. 10.) Haremos todo lo posible para que los responsables de nuestro gobierno y de nuestros servicios públicos decidan y pongan en práctica las leyes, estructuras e instituciones sociales que son necesarias para la justicia, la igualdad y el desarrollo armónico y total de todo el hombre y de todos los hombres, y, así, para el advenimiento de un orden social, nuevo, digno de hijos de hombres y de hijos de Dios. Cfr. Hech 2, 44s; 4, 32-35; 5, 4; 2 Cor 8 y 9; 1 Tim 5, 16.

Algunos de los obispos que lo firmaron exitosamente realilzaron algunos cambios radicalesen su diócesis. Entre ellos por ej., Dom Helder Cámara en Brasil, Manuel Larraín en Chile y Samuel Ruiz Garcia en México.

Nosotr@s queremos hacer una lectura del Vaticano II a la luz del pacto de las catacumbas (y lo interpretamos) como el resultado de los conflictos entre los obispos que compartieron la necesidad de una iglesia pobre y aquellos que sobre todo querían asegurar el control, el poder y los privilegios. Quiero presentar ahora 4 puntos que representan los cambios más significativos que el Vaticano II impulsó en nuestra región:

1) Los obispos de países no-europeos, que fueron invitados por primera vez a Roma, fueron un impulso grande para orientar la iglesia hacía la opción por los pobres. De esta manera el concilio fue un proceso de concientización en cuanto a la interpretación de seriglesia universal. Después era imposibelseguir con una perspectiva eurocéntrica.

2) La imagen que según el concilio más representa a la iglesia es la imagen del pueblo de Dios. Eso significa un cambio radical: Tanto laico como clérigo, hombre como mujer, independientemente del color de la piel…todos los fieles tienen la misma autoridad para articular su fe y actuar respecto a su conciencia.

3) Pensando más allá de la iglesia católica el concilio declara que cada religión manifiesta un camino digno hacia Dios y que nadie conoce la verdad fuera de él. Y sigue: más allá de la iglesia y la religión el concilio proclama la libertad de la religión e incluso la libertad de no tener religión ninguna. Es un cambio enorme, es la despedida de una sola iglesia verdadera. Esto nos permite preocuparnos de los problemas verdaderos de las personas humanas junto con todas las personas de buena voluntad.

4) Considerando la biblia como orientación verdadera en la fe la perspectiva es dirigida nuevamente al Reino de Dios o mejor dicho al otro mundo de Dios que nos fue prometido y que se realiza ya aquí y ahora y no en un más allá. Para que se pueda realizar somos todo@s llamad@s a ser responsable en nuestro compromiso. La constitución pastoral „Gaudium et spes“ muestra una relación estrecha entre la iglesia y el mundo. Explicita que los problemas de las personas son los problemas de la iglesia y que la iglesia no existe por si misma, sino que es un instrumento para servir y para que todos y todas tengan una vida buena. Por eso la tarea principal de la iglesia es promocionar a la opción por los marginalizados hoy en día.

Sabemos que actualmente la iglesia romana-católica no la representa, y también que las otras confesiones no tienen un punto de partido mejor. Las Teologías de la Liberación son muy débiles en todos los países. Pero podemos recurrir a estos documentos y a otros puntos de referencia, que se realizaron en otras iglesias. Y, en consecuencia deberíamos empezar a solidarizarnos con los movimientos sociales. Pensamos que es muy importante valorar a los otros contextos, las confesiones y religiones que influyen nuestra perspectiva y amplían nuestro horizonte. Pero el punto clave de nuestra discusión debería ser – según nuestro punto de vista – la posibilidad de formular una agenda común o por lo menos ponerse de acuerdo en problemas centrales, que deberían ser enfrentados por los movimientos sociales tanto como por las iglesias.

Pensamos que vale la pena discutir los problemas de migración – quiere decir, los problemas que se dan a partir del hecho, que los países del “Sur” son explotados por los del “Norte” y que al mismo tiempo Europa y los EE.UU. intentan cerrar sus fronteras cada vez con más dureza. La libertad de acción y el desarrollo justo como también los problemas de apropiación de tierra, la agro-industria, los bienes comunes como la salud, los derechos de propiedad de agua, de semillas etc. son otros temas relacionados con la problemática del desarrollo.

La idea es, formar comunidades de fe y de resistencia, en las cuales las personas se ayudan unas a otras y pierdan el miedo a las luchas. El foro social mundial podría ser una ocasión maravillosa para formar estas comunidades y para intercambiar perspectivas y desarrollar estrategias comunes.

Nos gustaría discutir con ustedes, si podría ser posible enfocar la siguiente pregunta desde las diferentes perspectivas de experiencia de cada una y cada uno de ustedes: ¿Cuales podrían ser los cambios necesarios en la iglesia respecto a este punto?

Traducción: Sandra Lassak

by Katja Strobel

This statement was written for the workshop „The future of the churches and the reform movements of the 60ies. Vatican II and the 5th assembly of the World Council of Churches 1968 in Uppsala as challenges for liberating theologies“ on the 8th of Feb 2011 during the World Forum for Theology and Liberation and the World Social Forum in Dakar. The workshop was organised by the institute for theology and politics together with EATWOT-theological comission, the international We-are-Church-Movement and the European network “Church on the move”.

In the following I want to explain why the Institute for Theology and Politics in Münster/ Germany is working on the remembrance of Vatican II.

Actually, our movement, our organisation, our expression of hope are the churches – but they do not fulfil the role as instruments of justice and dignity for all human beings at the moment. That is why we as Christians, whose hope is to make the world a place where everyone‘s fundamental political, social and cultural needs are fulfilled, are working together with social movements. Our focus is on acting together with partners who are really struggling for fundamental changes, and at the same time we are missing Christian organisations, churches who are engaged in these struggles and redefining them as the liberating work of God.

We see that the churches, particularly in the North, in the countries that are most responsible for the miseries of hunger, wars and exploitation, are not a driving force in the movements that are struggling for political, economical and social changes. And we believe that, if we want to change this, if we want the churches to be instruments that start to realise the reign of God – of course always fragmentarily -, then we, the people from below, from the Christian communities, have to organize ourselves, we cannot wait for the church leaders to change their policy of adjustment to global capitalism.

In order to strengthen these movements from below, we are trying to make our point during the period of remembrance of the II Vatican Council which took place in Rome from 1962 to 1965. Our point is that this council was one of the starting points of liberation theologies, feminist theologies and other theological approaches that are linked to social movements. And if we look at the struggles that were fought at the council, we find several starting points we base ourselves on in the struggles of today.

For us, the catacomb pact can be something like a hermeneutic clue in order to understand the council. Nearly no-one knows about it today. It is a commitment to a church of the poor and a church on the side of the poor, and it was signed by 40 bishops on the 16th of November in 1965 in the Domitilla catacomb, later on more than 500 bishops signed the document as well. It was taken up by the founders of latin American liberation theology and some phrases are adopted literally in the documents of the Latin American Episcopal Conference in Medellín in 1968. I will cite only two sentences of the text:

„8) We will dedicate whatever is necessary of our time, reflection, heart, means etc. to the apostolic and pastoral service of people and groups of workers and of the economically weak and underdeveloped, without prejudice to the other people and groups in the diocese. We will support those laity, religious, deacons and priests who the Lord calls to evangelize the poor and the workers, sharing the work and life of labourers. [Cf. Lc 4,18s; Mc 6,4; Mt 11,4s; At 18,3s; 20,33-35; 1Cor 4,12 e 9,1-27.] […]

10) We will do our utmost so that those responsible for our government and for our public services make, and put into practice, laws, structures and social institutions required by justice and charity, equality and the harmonic and holistic development of all men and women, and by this means bring about the advent of another social order, worthy of the sons and daughters of mankind and of God. [Cf. At. 2,44s; 4,32-35; 5,4; 2Cor 8 e 9 ; 1Tim 5, 16.]“1 – End of quotation.

Some of the bishops succeeded in implementing these radical changes in their dioceses, for example Dom Helder Cámara in Brasil, Manuel Larraín in Chile and Samuel Ruiz Garcia in Mexiko.

We are reading the documents of Vatican II in the light of the catacomb pact, as the results of struggles between the bishops who shared this view of the necessarily poor church, and the ones who wanted mainly to preserve control, power and privileges.

I want to mention four points as the most important changes the council brought about in our perspective:

1) The bishops of the non-European countries, who were invited for the first time, were a strong force in giving a direction to the church towards the option for the poor. And in this way the council was a process of getting aware what it means to be a global church. It should not be possible afterwards to continue with an euro-centric view.

2) The main picture of the church the council is drawing is that of the people of God. This means a real radical change: Regardless of being lay or clergy, men or women, ‘black’ or ‘white’, all people of faith have the same authority to articulate their believe and to act according to their conscience.

3) Thinking beyond the catholic church, the council announces that every denomination and every religion is showing an own worthy path to God and that no-one knows the truth but God itself. And furthermore: Beyond churches and religions it proclaims the freedom of religion, which means also the freedom not to be religious at all. This is an enormous change, a parting of the only true Roman Catholic church, it sets us free to care for the real problems of mankind, together with all people of good will.

4) Taking the bible as real orientation of faith, there is a new focus on the kingdom of God or better: on the other world of God which is promised, not for some after-world, but starting here and today and taking us responsible for its realisation. The pastoral constitution “Gaudium et spes” is showing a close link between the church and the world. It is making clear that the problems of the people are the problems of the church and that there is no end in the church itself, but that the church is an instrument that is serving for the well-being of all. And therefore the main duty of the church is to take sides with the marginalised of today.

We know that the Roman Catholic Church is not looking like this at all at the moment, and the other denominations do not have a position which is much better. Theologies of liberation are very weak, in all countries. But we are able to base ourselves on these documents and on other important starting points that took place in other churches. And, consequently, we should begin to organise ourselves together with social movements. We think it is important to appreciate the different contexts, denominations and religions that are informing our perspective. But the focus of our discussion, as we see it, should nevertheless be the possibilities of a common, or at least similar agenda of vital problems that should be addressed by both the social movements and the churches in different contexts.

We think it is worth to debate about the problems of migration – that means, the problems arising from the facts that the southern countries are exploited by the northern ones and at the same time Europe and the USA are closing up their frontiers more and more violently. Freedom of movement and just development2, including problems of land-grabbing, agro-business etc., are two important topics we should discuss on a transnational level. Common goods like health, property rights on water, seeds etc. is another one which is closely linked to the topic of development.

The idea is to build communities of faith and resistance where people are supporting each other and are loosing the fear of struggle. The World Social Forum could be a great opportunity for these communities to exchange their views and to develop common strategies.

We would like to discuss with you if it could be possible to focus the question about what are the necessary changes in our churches onto these points – from the different points of the experience of each of you.

Thank you very much.

1Quotations from http://domitilla.soverdi.eu/idx.htm?var1=docs/pacten.htm (24.02.2011)

2“Freedom and just development” is the slogan of the Caravan to the World Social Forum of the network Afrique-Europe-Interact, one of the cooperation partners of the institute for theology and politics. See www.afrique-europe-interact.net.